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Jennifer Blood 1 Review

Tagsüber schmiert sie Brote und wischt die Küche, aber in der Nacht schlüpft sie in schwarzes Leder und legt Verbrecher um. Und das mit mindestens ebenso großer Sorgfalt. Weder ihr Mann noch die beiden Kids ahnen etwas vom blutigen Doppelleben der Mama, aber wie lange kann das gutgehen? Und warum fühlt sie sich überhaupt zur eiskalten Rächerin berufen?

Jennifer Blood” ist gewohnt kranker Scheiß von Garth Ennis. Wenn die schießwütige Mami auf Verbrecherjagd geht, bleibt kein Auge da, wo es vorher war. Ennis erzählt geschickt aus der Mami-Perspektive, wie sie mit Verbrechern und den alltäglichen Kleinigkeiten zu kämpfen hat. Denn wenn die Killermama nach einer blutigen Nacht nach Hause kommt, noch mit ihrem Mann Sex haben muss und bereits eine Stunde später Frühstück für die Kids vorbereitet, dann scheint das - bis auf die zerfetzten Bösewichte - relativ vertraut und menschlich. Seite um Seite verstehen wir mehr, warum die eigentlich cool und freundlich wirkende Jen Nacht für Nacht sondiert und tötet.

Obwohl die Geschichte mit höchster Wahrscheinlich keinen Pulitzer-Preis gewinnt, unterhält sie bis zum letzten Panel, auch wenn Jennifer Blood scheinbar nichts anderes ist, als ein Punisher mit Brüsten. Garth Ennis scheint sich nicht so ganz von seinem ehemaligen Schützling trennen zu können.

Trotz 3 Zeichnern sieht man über die verschiedenen Teile hinweg kaum einen Unterschied, was dem Comic sehr zu Gute kommt. Die aalglatte Strichführung ist vielleicht nicht sonderlich innovativ, gefällt aber durch die Vertrautheit augenblicklich.

Fazit

Jennifer Blood” ist kein Meisterwerk, entspringt aber immerhin Meisterhänden. Garth Ennis hat nichts verlernt. Wenn man sich nach kurzer Eingewöhnungsphase an den weiblichen Punisher gewöhnt hat, weiß man ihr Doppelleben mitsamt den Alltagsproblemen und herumfliegenden Gliedmaßen ganz schnell zu schätzen.

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