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Kingsman: The Secret Service Filmkritik

Vom Comic direkt auf die Leinwand - Regisseur Matthew Vaughn und Comicautor und Mark Millar sind ein gutes Gespann, zumindest durften sie das mit dem Film Kick-Ass“ im Jahr 2010 unter Beweis stellen. Mit Kingsman: The Secret Service“ schuf Matthew Vaughn eine irrsinnig lebendige Comicverfilmung, die so überspaced wie unterhaltsam ist.

Im Film geht es um die Kingsman, eine streng geheime Organisation, zu denen sich schon bald der Haudrauf Eggsy (Taron Egerton) zählen möchte. Sein Vater war einst ein Kingsman und so möchte er nach dessen Tod seinen Platz einnehmen. Während ihn also der Kingsman Harry Hart (Colin Firth) durch die harte Ausbildung führt, möchte Valentine (Samuel L. Jackson) die Weltherrschaft an sich reißen, mitsamt Sprach- und Blutproblem.

Oh welch großartiger Colin Firth

Kingsman: The Secret Service“ werde ich wohl auf ewig mit Colin Firth in Verbindung bringen. Mit Schirm, Charme und Brille prügelt er sich durch Gegnermassen, dass es nur so kracht. Dabei geht er so effizient wie akrobatisch vor. Ganz ehrlich, die wenigen aber gut gefilmten Kampfszenen haben mich wirklich schwer begeistert. Zudem ist ganz offensichtlich er es, der im Mittelpunkt steht. Taron Egerton hingegen gibt sich sichtlich Mühe, bringt aber außer ein paar abgehalfterten Sprüchen und mäßigen Dauergrinsen nicht besonders viel zustande. Dennoch, sympathisch ist der junge Mann.

Dann wäre da noch Samuel L. Jackson, der mal eine andere Art von Bösewicht abgibt. Gekleidet wie ein 17-jähriger Straßenjunge lispelt er sich durch seinen mörderischen Weltherrschaftsplan und betont dabei das „S spürbar oft und stark. Durch den Umstand, dass er kein Blut sehen kann, stellt er einen äußerst absurder Schurke dar, der allerdings - oh du großartiger Samuel - blitzschnell auf skrupellos und brutal umschalten kann, nur um sich kurz darauf wieder beinahe zu übergeben.

Fun for everyone?

Der Film bietet unzählige amüsante Szenen, so zum Beispiel das Dinner zwischen Harry Hart und Valentine, mitsamt einer äußerst interessanten Menüwahl. Aber auch die oftmals brutale Action kommt nicht zu kurz. Da steckt schnell ein Messer im Auge oder ein Kingsman wird kurzum in der Mitte zerteilt, wo wir auch schon bei Gazelle (Sofia Boutella) wären, die anstelle von Füßen auf messerscharfen Metallgelenken läuft. An Absurditäten fehlt es dem Film von Anfang bis Ende nicht. Dennoch erzählt er für mich eine interessante und vor allem hochbrisante Geschichte, die sich der vernetzten Smartphone- und Mobilwelt widmet.

Kingsman: The Secret Service“ ist allerdings wie Kick-Ass“ auch nicht für jedermann. Ich persönlich konnte mich sehr für den Film begeistern, musste mehrmals lachen und schmunzeln und war stets von der Dynamik der Kämpfe und Kamerafahrten angetan. Ich hatte mich auf einen Comic in Filmform eingestellt und wurde dementsprechend nicht enttäuscht. Da sich Kick-Ass“ und Kingsman: The Secret Service“ allerdings vom Stil her relativ ähnlich sind, wird euch der Agentenspaß vor allem nur dann sehr gut gefallen, wenn ihr zuvor Kick-Ass“ ebenso ins Herz schließen konntet.

Fazit

Kingsman: The Secret Service“ ist Unterhaltung pur. Der Film bietet irrwitzige Action und einen über weite Strecken gelungenen Humor. Dazu kommen die interessanten Charaktere, allen voran Colin Firth, den ihr (dermaßen cool) so ganz sicher noch nie zuvor gesehen habt!

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Absolut!

Kingsman: The Secret Service erscheint am 23. Juli 2015 auf DVD, Blu-ray und Digital und ist jeden Cent wert!

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