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Kokowääh 2 Filmkritik

Ich bin wohl einer der wenigen, denen Kokowääh” gefiel. Und so freute ich mich sehr darüber, auch Teil 2 sehen zu können, obwohl ich im Vorfeld sehr viel schlechtes darüber hörte. Viel gedacht habe ich mir dabei aber nicht. Schlussendlich konnten ja viele auch mit Teil 1 nichts anfangen. Tja, und nun? Jetzt gibt es ein Wort, das mir auf der Zunge liegt. Ein einziges Wort, das den Film treffend beschreibt: Unnötig.

In der Fortsetzung erleben wir immer noch die Abenteuer” der Darsteller aus Teil 1. Es gibt ein paar wenige Neuerungen wie beispielsweise das Baby Louis von Henry (Til Schweiger) und Katharina (Jasmin Gerat), aber sonst blieb eigentlich alles beim alten. Scheinbar hat niemand etwas aus Teil 1 gelernt, in dem doch so gerne darüber gesprochen wurde, wie wichtig Verantwortung ist. Und so durchlebt man in Teil 2 eigentlich das selbe noch einmal von vorne. Henry ist demnach immer noch der typische Mann” und auch sonst ziemlich dämlich, während Katharina sich immer noch/wieder über alles aufregen muss. Es wird natürlich auch wieder fremd gegangen und genauso (unnötig) über Verantwortung und Treue philosophiert, nur dass man es den Darstellern diesmal nicht mehr abkauft.

Der Film ist demnach unnötig, weil nichts essentielles geschieht. Die Geschichte wird nicht im geringsten vorangetrieben. Während Teil 1 noch auf das Kuckuckskind setzen konnte, gibt es hier spürbar keinen Aufhänger mehr. Und so wirkt der Film stellenweise verloren und (nicht zuletzt aufgrund der Laufzeit von 2 Stunden) gar langweilig, da schlichtweg kein Ziel und keine Besserung in Aussicht sind. Dazu gesellen sich Gags, die manchmal unter der Gürtellinie spielen, manchmal aber auch schlichtweg bis zum Erbrechen ausgereizt werden, Stichwort Duschlampe”.

Um ehrlich zu sein, gäbe es noch viel mehr zu kritisieren, wie beispielsweise Schweighöfers übertriebenes Acting, aber die Aussage, dass der Film keinen Mehrwert bietet, sollte eigentlich schon reichen. Und so möchte ich auch nicht auf den Schweiger-typischen Musikeinsatz eingehen, der immer wieder laut aus den Boxen tönt, mich persönlich aber nicht so sehr störte.

Wenn ihr also Teil 1 wirklich mochtet, solltet ihr definitiv einen großen Bogen um Teil 2 machen. Zwar könnt ihr bei Kokowääh 2” so wie ich sicherlich das eine oder andere Mal (teils herzlich) lachen, aber schlussendlich seid ihr nach dem Abspann enttäuscht. Schade eigentlich, da Schweiger allen Unkenrufen zum Trotz auch gute Filme machen kann.

Gesehen habe ich den Film auf Blu-ray, die heute mit der DVD im Handel erschienen ist.

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