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Lachsfischen im Jemen Filmkritik

Ewan McGregor und Emily Blunt schwimmen gegen den Strom, indem sie Scheich Muhammad ibn Zaidi bani Tihama (Amr Waked) dabei helfen, Lachse im Jemen anzusiedeln. Was erst nach völligem Irrsinn klingt, entwickelt sich schon bald zu einer unausgewogenen Beziehungskiste mit Fisch zum Nachtisch.

Lachsfischen im Jemen” ist einer der Filme, die mich ärgern. Hier wurde schlichtweg zuviel Potential verschenkt. Es stört mich eigentlich nicht im geringsten, dass das Hauptaugenmerk auf der Lovestory zwischen den Charakteren von Ewan McGregor und Emily Blunt liegt, doch leider ist diese mindestens genauso prickelnd wie Fisch, der zu lange in der Sonne liegt. Nicht nur, dass vieles zu oberflächlich behandelt wird, der Ausgang ist trotz einer kleinen Wendung zum Ende hin vorhersehbar. Merke: Ich rede gerade nur vom Beziehungsdrama, bzw. der entstehenden Liebe.

Nun könnte man meinen, dass zumindest der Lachsanteil groß und befriedigend ausgefallen wäre,… Fehlanzeige. Erst einmal wird überhaupt nicht klar, wofür Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor) überhaupt benötigt wird. Natürlich hat er seine Daseinsberechtigung, aber den gesamten Film über wird man das Gefühl nicht los, dass das Projekt auch ohne ihn funktioniert hätte. Wenigstens macht Ewan McGregor eine gewohnt gute Figur und harmoniert wunderbar mit Emily Blunt. Beide durchleben eine Art Charakterentwicklung und geben so einiges, zumindest soweit es das Drehbuch zulässt. Dieses vergisst nämlich ein paar essentielle Bestandteile eines guten Films. Zum Beispiel: Sinn. Auch wenn der Scheich irgendein Ziel vor Augen hat, so läuft dieses hier ganz schnell auf den Grund der Irrelevanz. Zumindest kann man folgendes als Entschuldigung akzeptieren: Will und kann nicht. Ob es nun am Regisseur oder dem Drehbuch lag, der Film ist wirklich nett anzusehen, stellenweise lustig und manchmal unnötig dämlich, hauptsächlich aber lahmarschig. Man möge mir dieses Wort verzeihen, aber besser könnte ich es nicht ausdrücken.

So bleibt Lachsfischen im Jemen” ein netter Film für zwischendurch, bei dem man mit dem Wissen, dass er besser hätte sein können, am Ende etwas gefrustet den Fernseher ausschaltet. Schade.

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