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LEGO Batman 2 — DC Super Heroes (PS3) Test

Entschuldigen Sie, Sir.

Klappe, Alfred! Moment. Alfred, du kannst ja sprechen! Oha, und ich als Batman kann auch sprechen. Und überhaupt spricht jeder. So ist das wohl, wenn das x-te LEGO-Spiel erscheint. Irgendwann müssen die gewohnt nervigen Brumm- und Summlaute wohl einer Sprachausgabe weichen, was dann aber weniger zu Situationskomik als zu mäßigen Wortwitzen führt. Zudem ist die deutsche Sprachausgabe kaum der Rede wert.

In LEGO Batman 2 - DC Super Heroes” steuert man erneut das dynamische Duo, Batman und Robin. Diese und auch alle anderen Helden und Schurken werden leicht überzogen mit all ihren Marotten dargestellt. So ist Batman ultragrimmig, Robin der unnötige und nach Anerkennung suchende Sidekick, der er nun mal ist, Superman überkorrekt und der Joker beinahe so irre wie in Batman: Arkham City. Die Steuerung unterscheidet sich dabei nicht von anderen LEGO-Spielen oder eben dem Batman-Vorgänger. Wieder kann man hüpfen, schlagen, Baterangs werfen und mit diversen Spezialanzügen Extrafertigkeiten ausleben.

Entschuldigen Sie, Sir.

Ja, Alfred? Ach, schon wieder ein Hinweis. Danke.

Im Prinzip erhält man das gewohnte Spielprinzip mit netter Story. Die Level sind stellenweise groß, bzw. lang ausgefallen. Das Durchspielen kostete mich einiges an Zeit, und dabei habe ich nicht einmal alle Extras eingesammelt, die man eh erst beim 2. oder 3. Durchspielen bekommt, wenn man alle Anzüge oder Charaktere freigeschaltet hat. Neben dem Jäger- und Sammlertrieb darf man mit diversen Fahrzeugen fahren oder damit auf Gegner schießen. Mich haben diese Passagen etwas gelangweilt, aber immerhin handelt es sich um überhaupt eine Art von Abwechslung. Cool und gleichzeitig etwas störend sind die Anzugwechsel. Wenn ich jetzt nicht den Elektroanzug habe, komme ich nicht da durch. Wenig später braucht Robin den Akrobatikanzug, nur damit Batman zum Anzug X kommt, um Robin den Zugang zu Anzug Y zu ermöglichen. Am gelungensten sind die Bosskämpfe ausgefallen, die vor allem wegen ihrer Aufmachung Spaß machen. So erlebt man zum Beispiel mit Scarecrow ein psychedelisches Spielchen, das vielleicht nicht mit dem von Batman: Arkham Asylum” mithalten kann, sich aber doch einiges abgeguckt hat, da man immer mehr dem Wahnsinn verfällt.

Entschuldigen Sie, Sir.

ALFRED!

Die Spielumgebungen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Eigentlich kann man alles, was nicht nach verwaschener Wandtextur aussieht, kaputthauen und somit Münzen einsammeln oder etwas anderes aus den Bruchstücken zusammenbauen. Sprich so wie immer, nur noch mehr. Hin und wieder stößt die Engine ein klein wenig an ihre Grenzen und ruckelt. Allerdings so minimal, dass es schon fast wieder zu vernachlässigen ist. Tip top hingegen ist der großartige Soundtrack. Kein Wunder, denn dieser ist den original Batman-Filmen mit Michael Keaton” entsprungen und entstammt der Feder von Danny Elfman. Sollte den jüngeren Spielern nun ein Fragezeichen über dem Kopf rotieren, so empfehle ich, die ersten beiden Batman-Filme von Tim Burton nachzuholen.

Entschuldigen Sie, Sir.

Oh man… Merkt ihr was? Alfred meldet sich - wie soll man sagen - alle furzlang. Mit mehr oder weniger sinnvollen Hilfestellungen und in 90% aller Fälle dem gleichen Anfangssatz Entschuldigen Sie, Sir.” nervt er unglaublich schnell.

Fazit

Die LEGO-Spiele machen mit LEGO Batman 2 - DC Super Heroes” einen großen Schritt nach vorne. Sprachausgabe, etwas bessere Grafik, etwas mehr Abwechslung und zumindest stellenweise der unverwechselbare Humor. Das Spiel macht trotz kleinerer Schwächen einfach Spaß, egal ab man jetzt LEGO- und/oder Batman-Fan ist.

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