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Lego Der Herr der Ringe (PS3) Test

Eine Film als Spiel. Nicht ungewöhnlich. Ein Film als Lego-Spiel. Ganz und gar nicht ungewöhnlich. Denn mittlerweile kann man bei gewissen Blockbustern lediglich darauf wetten, wann das Lego-Spiel dazu kommt und nicht ob es überhaupt kommt. So verwundert es zum Kinostart von Der Hobbit - Eine unerwartete Reise nicht, dass das dazugehörige und in Mittelerde angesiedelte Lego-Spiel kaufbereit in den Regalen steht.

Eines dieser Exemplare landete jetzt - nach langer Schonfrist - endlich in meiner Playstation. Wie erwartet, gestaltet sich das Spielprinzip gewohnt, die Grafik vertraut und die Mechanik so eingängig wie eh und je. Wer also in den letzten 2-3 Jahren jemals ein Lego-Spiel auf der Playstation gespielt hat, kommt auch mit Lego Der Herr der Ringe” sofort zurecht. Von daher mache ich es mir in diesem Test auch nicht zur Aufgabe, auf diese Punkte einzugehen, da man hier weder von einer Verbesserung, noch von einer Verschlechterung gegenüber dem Vorgänger”, Lego Batman 2, sprechen kann.

Bauklötchen staunen

In Lego Der Herr der Ringe” darf man - wie erwartet - als Frodo, Sam, Gandalf und auch sonst so ziemlich jeder bekannte Darsteller aus den Filmen spielen, bzw. sich bis zum Ende Die Rückkehr des Königs” durchschlagen. Dabei hilft mitunter eine gelungene Sprachausgabe, sowie der charmante Lego-Witz, der mir hier und da den einen Lacher entlockte. Also irgendwie alles wie immer, nur mit dem Unterschied, dass ich diesmal keine Bauklötzchen in Gotham oder bei Jack Sparrow zerschlage, sondern in Mittelerde mitsamt dem grandiosen Originalsoundtrack aus den Filmen. Dementsprechend heißt es: Gänsehaut pur!

Der Gänsehautfaktor erreicht im übrigen ungeahnte Höhen, wenn die Schwertkämpfe ziemlich genial aussehen, aber ziemlich ungenial funktionieren. Wie gewohnt, drücke ich im Zittermodus die Viereck-Taste und warte, dass meine Männchen auf die Gegnerhorden eindreschen. Dumm nur, dass diese das nicht zu jeder Zeit machen, bzw. nicht immer dann, wenn ich mir das wünsche. So geht mir schon schnell einmal das eine oder andere Herzchen verloren, was aber im Endeffekt dann trotzdem wieder egal ist. Denn kaum habe ich alle Herzchen verspielt, macht es *puff*, und ein paar Millisekunden später stehe ich mit voll aufgefüllter Gesundheit wieder da. Frust beim Spielen? Keine Spur!

Einheitsbrei

Obwohl ich sagte, dass ich nicht weiter auf die Grafik eingehen würde, muss ich zumindest folgendes fallen lassen: Das Tearing ist stellenweise echt nervig. Und nicht nur das, denn nicht alle Texturen sind so hochauflösend, wie man sich das wünschen würde. Hin und wieder pixelt ein schwammiger Brei vor einem ab. Mir persönlich ein Rätsel, aber ok.

Grob zusammengefasst kann man sagen, dass auch dieser Lego-Ableger wieder mehr als gelungen ist. Für Fans des Genres, bzw. der Spiele oder der Filmvorlage sowieso. Es wurde sehr auf Details, bzw. Schlüsselmomente aus den Filmen geachtet, die in den stellenweise langen Zwischensequenzen mit ein paar humoristischen Einlagen aufgepeppt wurden. Es funktioniert wie eh und je. Ich frage mich nur, wie lange noch? Wenn nicht bald größere Neuerungen im Lego-Spieleuniversum auf uns zukommen, spreche ich demnächst nur noch von einem Erweiterungspack und nicht mehr von einem eigenständigen Spiel.

Fazit

Lego Der Herr der Ringe” stellt das für mich beste Herr der Ringe”-Videospiel dar, auch wenn Überraschungen und Innovationen ausbleiben, dem Wörtchen Lego” geschuldet, das sich in meinen Augen etwas zu sehr auf seinen Lorbeeren ausruht.

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