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Lego Filmkritik

Wer kennt Lego eigentlich nicht? Ich persönlich habe einen Großteil meiner Kindheit mit den bunten Steinchen verbracht und zum Höhepunkt meiner kreativen Bauphase immer wieder versucht mein eh schon geniales Batmobil noch besser und stabiler zu bauen. Vor allem Stabilität war für mich immer ein großer Bestandteil beim Spiel mit den Steinen. Und da ich darauf soviel Wert legte, überlebte mein Batmobil jeglichen Crash mit den Fahrzeugen von Freunden unversehrt. Irgendwie bin ich darauf auch heute noch stolz. ;)

Nun aber zum Film, der sich voll und ganz auf die Vielseitigkeit und Magie, die von den Steinen ausgeht, konzentriert. Mitten im Geschehen steht Emmet, ein eigentlich ganz normaler Typ, der sich vom Niemand zur wichtigsten Person, pardon, Spielfigur hocharbeitet, bzw. sich in diese Richtung entwickelt. Und Entwicklung ist ein gutes Stichwort für diesen Film, der vor allem zum Ende hin eine bedeutend größere Message zu vermitteln weiß, als so manch anderes Werk mit vermeintlicher Tiefenwirkung. Lego“ mag auf den ersten Blick vor allem ein großer Werbestreich sein, offenbart sich auf dem zweiten Blick allerdings als Überbringer einer Lebensweisheit im kindlichen Gewand. Denn wie sagt das Titellied so schön? Alles ist super!“. Ja, so ist es, denn auch du bist super. Es gibt keinen Loser, jeder ist etwas besonderes und kann alles erreichen. Dieser Grundsatz mag in Zusammenhang mit Filmen mittlerweile etwas abgekocht wirken, funktioniert hier aber dennoch ganz gut.

Lego“ ist amüsant aber nicht zu abgedreht, gut durchdacht aber nicht zu abgehoben. Kinder erfreuen sich an den wundervoll gestalteten Welten und den zum Leben erweckten Figuren, Erwachsene Kinogänger hingegen schmunzeln über allerlei Anspielungen auf diverse Filme, sowie den einen oder anderen Seitenhieb auf die Gesellschaft. Und damit wäre der Film - wie erwartet - ein kleines Bonbon für Kinder, zusätzlich aber auch für Erwachsene. Ich beispielsweise, mittlerweile in den 30ern angekommen, musste unweigerlich an meine Spielzeiten zurückdenken und erfreute mich an der Detailverliebtheit, mit denen die Macher mich über 20 Jahre zurück in meine Kindheit katapultierten. Diese Details sind es, die mein Herz haben höher schlagen lassen. So besteht wirklich alles im Film aus Legosteinen, seien es nun Rauchwolken, das Wasser oder einfach nur eine Zeitschrift. Wenn Emmet irgendwo runterfällt, kann es schon mal vorkommen, dass er in alle Einzelteile zerspringt, nur um sich kurz darauf wieder zusammenzusetzen. Die Ideen gingen den Machern von Anfang bis Ende nicht aus, sodass ein durchgängig hohes Niveau sprichwörtlich spielend gehalten werden konnte.

Bevor wir nun zum kurzen aber zutreffenden Fazit kommen, möchte ich Lego selbst, bzw. die führenden Köpfe dahinter, einmal ganz besonders loben. Spätestens seit dem Film wissen wir, dass die Steine nur den Grundstock für die eigene Fantasie bilden. Was letztendlich daraus entsteht, liegt in der eigenen Hand.

Fazit

Lego“ ist für mich ein Stück wahr gewordene Kindheitsliebe.

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