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Lone Ranger Filmkritik

Zur Abwechslung mal das Fazit vorweg: Langatmiger Brutalowestern trifft Familienfilm.

Lone Ranger” basiert auf der gleichnamigen Radiosendung und späteren Fernsehserie Die Texas Rangers”. Und im Endeffekt geht es in beiden Formaten um (beinah) genau das, was uns auch der Film bietet: Der Indianer Tonto findet den schwer verletzten Texas Ranger John Reid und sorgt für seine Wiederbelebung”. Fortan kämpfen sie gemeinsam für Gerechtigkeit.

Buddy-Movie, Western, Actionkomödie. Lone Ranger” ist all das und leider noch vieles mehr. Und damit meine ich eine ausufernde Geschichte, die ebenso in 90 Minuten hätte erzählt werden können. So aber kämpft man sich durch 148 Minuten mit teils ellenlangen Textpassagen ohne Mehrwert. Zwischendrin immer wieder vollends überzogene Action und ein paar humoristische Einlagen, die dummerweise nicht jedermanns Geschmack sein dürften.

Lone Ranger” ergeht es so ähnlich wie John Carter. Der Film ist zur Geschmackssache verkommen. Entweder er gefällt einem, oder eben nicht. Und damit bricht auch dieser Western aus dem allgemeinen Disney-Schema, einfach jedem zu gefallen.

Johnny Depp mit Kriegsbemalung - ist das nicht Captain Jack Sparrow? In gewisser Weise ja. Denn was vorher gemunkelt wurde, hat sich nun bestätigt. Der größte Unterschied liegt darin, dass Depp diese Rolle nicht so recht auszufüllen vermag. Als Indianer macht er nur selten eine gute Figur, was seiner Piraten-Vorgeschichte geschuldet sein mag. Und Armie Hammer als Lone Ranger ist eine Witzfigur mit verschenktem Potential. Schade irgendwie, da immer wieder Talent durchblitzen mag. Zuletzt möchte ich noch William Fichtner als übel zugerichteten Butch Cavendish loben. In einem richtigen Western” hätte er einen faszinierenden Bösewicht abgegeben.

Um auf das Fazit zurückzukommen: Der Film ist stellenweise ziemlich brutal und orientiert sich damit an den großen Westernvorlagen. Das abstruse daran sind allerdings die äußerst kindischen Einlagen. So wirkt der Film wie ein mäßig geschustertes Werk in netter Westernkulisse. Dennoch muss erwähnt werden: Der Wilde Westen sah schon mal realistischer und vor allem schmutziger aus. Durch die teils bunten Farben und Slapstick-Einlagen entsteht in Zusammenhang mit den zahlreichen, blutigen Szenen eine Disharmonie, die sich nicht abstreiten lässt.

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