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Mad Max: Fury Road Filmkritik

Das ist er. Der beste Actionfilm der letzten Jahre. Und damit wäre eigentlich schon alles gesagt. Denn was uns Regisseur George Miller mit seinen - zum aktuellen Zeitpunkt - 70 Jahren vor den Latz knallt, bringen actionerfahrene Jungregisseure mit größter Mühe nicht auf die Beine. Mad Max: Fury Road“ ist ein endloser und wunderschön-hässlicher Höllentrip, der mir als Adrenalinjunkie einfach nur 2 Stunden Freude pur bereitete. Dabei geht Miller auch gern in die Vollen, ist dabei so einfallsreich wie makaber.

Ihr merkt schon, ich mag den Film.

Ein Neuanfang

Ob und wie Mad Max: Fury Road“ nun an die Vorgänger anknüpft kann ich beim besten Willen nicht sagen, da ich diese nur von klitzekleinen Filmschnipseln her kenne. Doch eines geht damit einher: Diesen Film kann man problemlos ohne Vorkenntnisse in sich aufsaugen. Und noch besser: Tom Hardy gefällt einem damit wohl gleich doppelt so gut. Denn als abgehafteter Excop mit Psychoknacks macht er eine erstaunlich gute Figur. Der bullige und wortkarge Kerl brummt wie ein Bär und teilt auch genau so aus. Doch dieser Mad Max ist kein Superheld. Er muss genauso einstecken wie sein weiblicher Sidekick, wunderbar verkörpert von Charlize Theron, die mir in keinem Film zuvor so sehr zusagte wie hier. Als raue und von der Welt gezeichnete Einzelgänger kämpfen sich beide nach und nach zusammen und damit mitten in mein Herz.

Nur Action

Story, was ist das? Ja, George Miller hat da irgendwas im Hintergrund laufen, doch im Endeffekt geht es nur um eine gnadenlos Hetzjagd auf heißen Öfen. Und diese Öfen explodieren nicht nur in bedenklich großen Feuerbällen, sondern setzen sich aus x verschiedenen Autos und Metallteilen zusammen, sodass sie so wunderschöne wie abgedrehte Totbringer auf Rädern abgeben. Respekt an die kreativen Köpfe, die hier dahinter steckten.

Mensch und Motor rasen quasi durch eine Einöde, die nur selten vom sandgeschwängerten Wüstenbild abweicht. Versetzt mit gefährlichen Wirbelstürmen und Sumpflandschaften wirkt die Endzeitwelt perfekt. Die Menschen selbst sind zumeist bitterböse entstellt und vor allem todkrank, so zum Beispiel der Oberbösewicht Immortan Joe, gespielt vom horrormäßig maskierten Hugh Keays-Byrne. Nicholas Hoult hingegen gibt Nux, einen der zahlreichen, weiß bemalten Himmelfahrtskommando-Idioten, der nur zu gerne für seine Sache sterben würde, es aber ums Verrecken nicht schafft. Herrlich!

Fazit

Ich bin irgendwie immer noch hin und weg. Selten fesselten mich aneinandergereihte Actionszenen so an einen daraus resultierenden Film. Aber irgendwie spielt mir persönlich da auch zuviel in die Hand: Endzeitthematik, eine fantastische Optik, ein treibender Soundtrack und nicht zuletzt großartige Darsteller durch die Reihe weg. Mad Max: Fury Road“ ist ein Gesamtkunstwerk, dem man eigentlich nur eines vorwerfen kann: Eine Handlung als Mittel zum Zweck, der sich schlicht und ergreifend Action nennt.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Ja!

PS: Folgendes ließ ich nicht in meine Wertung einfließen, fand ich aber schade. Der wohl beste Titel aus dem Soundtrack, Brothers in Arms“, wurde nicht präzise genug auf die Action im Film abgestimmt. So ging er leider etwas unter, was mich persönlich sehr enttäuschte.

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