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Marvel Knights: Spider-Man — 99 Prüfungen Review

Spider-Man in einem Wust aus Farben und Strichen gegen längst vergessene Gegner wie Sandman, Venom, Carnage, Shocker oder den Vampir Morbius. Willkommen in einer Welt, in der sich nicht nur Spider-Man schwer tut.

Marvel Knights: Spider-Man klang auf den Kurzinhalt hin mehr als vielversprechend. Jede Menge alte Gegner verpackt in Marco Rudys spektakulären Zeichnungen. Und spektakulär sind diese tatsächlich, wenn auch anders als gedacht. Nach dem kurzen Einstieg ist Spidey bereit für die Nervenheilanstalt, in die ihm der verwirrte Leser alsbald folgen möchte. Der Wust aus Strichen und Farben zeigt Spideys Geisteszustand im Band dermaßen gut, dass man sich schnell darüber im klaren ist, Marco Rudy hätte den Nerv der Geschichte nicht direkter, wenngleich mit einem Vorschlaghammer durchgeführt, getroffen. Andererseits tat ich mich als Leser dermaßen schwer, dass mir der Band letztendlich nicht gefallen hat. Nach wenigen Seiten hatte ich den Überblick verloren. Die Augen taten mir weh und die in den Strichen verborgene Geschichte wusste selbst zur Auflösung nicht zu begeistern. Ich bin zwar kein Verfechter aktueller Superhelden-Zeichnungen, aber hier hätte ich mir diese wahrlich gewünscht.

Ein Strich, ein Kopf, eine Hand - oder war es ein Fuß - was auch immer man sieht, es wird schon irgendetwas sein. Und mittendrin Spider-Man, der mit sich selbst spricht, an vergangene Ereignisse erinnert und versucht, die Gegenwart zu retten, indem er Farbkleckse verprügelt. Später dann die Auflösung, wer hinter all dem psychedelischem Wahnsinn steckt, optisch etwas klarer, aber immer noch abgedreht. So abgedreht, dass man sich eigentlich gar nicht mehr über die Idee des Autors freuen kann. Irgendwie schade.

Der größte Blender des Bandes ist das Cover. Ich hoffe daher inständig, dass ein jeder den Band zumindest einmal öffnet oder sich die Leseprobe zu Gemüte führt, bevor er ihn kauft.

In diesem Sinne, wenig Sinn. Marvel Knights: Spider-Man - 99 Prüfungen hat relativ wenig Sinn, verpackt in Zeichnungen, mit denen ich nicht zurecht kam. Zwar geben die altehrwürdigen Gegenspieler Bonuspunkte, welche durch die kurzzeitigen Auftritte allerdings schnell wieder verspielt werden. Ich konnte leider nicht mehr Sterne geben, als ihr seht, so gerne ich das auch getan hätte.

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