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Matrix Filmkritik

Matrix” war 1999 einer der grandiosesten Cyber-Thriller seinerzeit. Aber ist er das auch heute noch? Ich gab dem Film gestern seit langer, langer Zeit endlich einmal wieder eine Chance und… ich war tatsächlich so angetan wie früher schon.

Matrix” erzählt die Geschichte vom Krieg zwischen Mensch und Maschine. Die Maschinen haben die Herrschaft übernommen und ziehen ihre Energie aus geklonten Menschen, deren Geist in der sog. Matrix haust. Rebellen, angeführt von Morpheus, wollen diesen Zustand nicht länger hinnehmen. Sie sind auf der Suche nach dem Auserwählten, und denken, diesen im Hacker Neo gefunden zu haben.

Keanu Reeves

Man kann über Keanu Reeves denken und sagen was man will, in der Rolle des Auserwählten war er ganz große Klasse. Selten passte seine zu Stein gefrorene Miene besser als hier. Andererseits schaffte er es doch tatsächlich im Film Matrix” ein paar Emotionen durchscheinen zu lassen. Und so verlieh er Mr. Neo” Anderson dieses gewisse Etwas, bzw. schuf damit den perfekten Konterpart zu Hugo Weavings Darstellung des unnachgiebigen Agent Smith.

So gut wie eh und je - trotz Klapphandy

Matrix” ist auch heute noch ein optischer Leckerbissen. Die Effekte sind so gut wie eh und je, die Action wurde perfekt und verhältnismäßig ruhig von den Kameras eingefangen und die allgemeine, grünliche Farbgebung sorgt für die unverwechselbare Stimmung. Dazu ist die Geschichte sehr gelungen und durchzogen von unzähligen Anspielungen auf die Hackerwelt sowie die Probleme der Menschheit im Allgemeinen. Die Wachowski-Schwestern (damals noch Brüder), die diesen Film nach dem Vorbild Ghost in the Shell” gestalteten, schufen hiermit ein Gesamtkunstwerk, das erst durch die beiden Sequels (zu Unrecht) in Verruf geriet. Auf sich alleine gestellt ist Matrix” ein äußerst sehenswerter und gut durchdachter Cyber-Thriller.

Fassen wir zusammen: Eine tolle und in sich stimmige Darstellerwahl, grandiose Actionszenen mit den zahlreichen populären Bullet-time-Momenten, eine so unterhaltsame wie packende Story und dazu natürlich eine treffsichere Musikauswahl inmitten unverwechselbarer Settings und Atmosphäre. Der Film ist und bleibt wohl auf ewig ein Gesamtkunstwerk.

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