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MAX 48: Punisher — Frank Review

Ich muss echt sagen, dass die Punisher-Serie mit Jason Aaron am Steuer die vermutlich beste ist, die ich je gelesen habe. (Sorry, Garth Ennis.) Der mittlerweile 3. Band überzeugt auf ganzer Linie und lässt den Punisher, bzw. Frank selbst in einem völlig anderem Licht erscheinen, ohne dabei alles (lieb gewonnene) über den Haufen zu werfen.

Die Story

Sein Gefecht mit dem Kingpin und Bullseye hat den Punisher direkt in ein Gefängniskrankenhausbett gebracht. Dort hat Frank nun genügend Zeit, um über sich selbst nachzudenken, während seine schweren körperlichen und seelischen Wunden heilen. Ob das gelingt, wenn er an Dinge zurückdenkt, die besser begraben geblieben wären?

Go, Frank, go!

Der Punisher im Bett, die Gefängnisinsassen verunsichert: Der Typ stellt sich nur krank, in Wirklichkeit macht er uns gleich fertig!” - Ach was, der ist beinahe hinüber, lasst ihn uns killen!” - Ja, dann mach doch du… hat er gezwinkert??” - Ich sage euch, der verarscht uns, der macht uns fertig, sobald wir bei ihm am Bett sind!” Selten habe ich etwas derart witziges und gleichzeitig auch cooles gelesen. Steve Dillons Zeichnungen tun dazu ihr übriges. Diese sind nämlich so vertraut wie genial. Etwas, das ich aber auch hier wieder (leicht) kritisieren muss, ist die Monotonie der Gesichter. Oftmals weiß man nicht genau, wen man jetzt vor sich hat. Erschwert wird die ganze Sache diesmal durch diverse Zeitsprünge, die aber den Lebensweg von Frank deutlicher machen. So ist seine Vorgeschichte etwas abgewandelt und lässt den Punisher in einem gänzlich anderem Licht erscheinen. Von wegen liebender Familienvater, pah! Jason Aaron scheißt drauf und macht aus dem Punisher einen richtigen Bad Ass, der einfach gerne in den Krieg zieht. (Der Band Bullseye hat das bereits angedeutet.)

Frank” ist ein genialer Band und steht seinen beiden Vorgängern in nichts nach. Lediglich am Härtegrad wurde etwas geschraubt. Zwar gibt es hier und da einige blutige und brutale Panels zu beäugeln, aber insgesamt geht es hier mehr um Franks Vorgeschichte, als um Knochenbrüche und herausquellende Gedärme. Jason Aaron offenbart dem Leser seine Interpretation des Punishers, bzw. des Soldaten Frank, der seinen Kopf einfach nicht vom Krieg befreien kann. Mir gefällt das sehr, da man immer noch die notwendige Portion Punisher serviert bekommt, angereichert mit zahlreichen frischen Ideen. Auch schafft es Aaron immer wieder, Franks Gedankenspiele hervorragend in Worte zu fassen. In kaum einen anderen Charakter kann und will ich mich derart tief hineinversetzen, als in Frank Castle.

Also gut, Schluss jetzt mit den Lobeshymnen. Machen wir es kurz: Jason Aarons Punisher ist großartig! Der Band Frank” gehört genauso ins Regal, wie Kingpin und Bullseye!

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