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Meteor - Parallel Lives Album Review

Eines vorweg: Das Album Parallel Lives” von Meteor führt mich mit jedem weiteren Durchhören zurück in die 80er, zurück in die Zeit von Airwolf”, Miami Vice”, Saber Rider” oder die guten alten Jackie Chan Powerman”-Filme. Die Sounds klingen teils vertraut und dennoch neu, sind oftmals wunderbar treibend und beständig hochwertig. Meteor schuf mit Parallel Lives” einen Soundtrack für den Film, der uns 80s-Jüngern leider stets verwehrt blieb.

Escape the Fate” ist für mich Airwolf”-Feeling pur. Die hämmernden Beats und die rotierenden Synthwaves schreien förmlich nach Retro-Sehnsucht. Und wenn dann noch die unterstützenden Gitarrenriffs einsetzen, ist es gänzlich um mich geschehen. Nach Escape the Fate” nehmen wir mit Round One” gehörig an Fahrt auf, ohne dabei vom Hauptthema des Soundtracks” abzuweichen. Die BPM steigen, während der Synthie-Background mit leichten bis stärkeren Variationen, weg vom ersten Track, erneut zu überzeugen weiß. Dazu einer der coolsten Breaks, die ich in letzter Zeit hören durfte - Dankeschön! Destroyer” möchte bereits mit seinem Titel alles sagen, und nach etwa 1 Minute Wartezeit/Einführung begeben wir uns mitten ins Kampfgebiet. Dort angekommen erwarten uns bitterböse Gitarrenriffs, gestützt durch kratzig-schmutzige Hintergrundsounds, die nur wenig später in einem mitreißenden Gitarrensolo aufgehen.

Nach etwa 7 Minuten Vollgas gibt uns Meteor Zeit für eine Verschnaufpause. Man stellt sich den Helden mit 2 Blondinen am Strand vor, den braungebrannten, muskelbepackten Körper ins perfekte Sonnenlicht gerückt, dabei die strahlend weißen Zähne auf die Kamera gerichtet. Hunter of Lost Souls” hingegen führt den Helden weiter in eine Bar, aus der er sich nach einer harten Schlägerei auf sein Motorrad stürzt und ein paar Schurken hinterher jagt.

Meteor führt uns durch unzählige denkwürdige Momente eines imaginären Actionmovies mit dem wohl größten (Frauen-)Helden der 80s. Genau das stellt er auch mit She Has a Gun” und Defender” unter Beweis - letzterer einer meiner Lieblingstracks dieses Albums. Die weiteren Tracks von White Crows” bis Prototype” sind allesamt auf ihre Art und Weise gelungen, auch wenn sie im Eifer des Alltags etwas unterzugehen vermögen.

Parallel Lives” ist durchzogen von Gitarrenriffs, stellenweise schnellen und abwechslungsreichen Drumbeats sowie zum Teil denkwürdigen Synthwaves. Das Album bleibt sich von Anfang bis Ende treu, vielleicht manchmal etwas zu treu. Schließlich erlebe ich mit Ausnahme des durch seine Lyrics” herausstechenden Arctec Gemini” des öfteren das eine oder andere Déjà-vu. Daher allerdings auch meine persönliche Genre-Festlegung eines 80s-Soundtracks, bei dem sich ein gewisses Hauptthema nun einmal durchzuziehen hat. Daumen hoch von mir, definitiv ein sehr guter Buy auf Bandcamp!

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