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Morgan Willis - Turbo Flash EP Review

Bei ein paar Sachen kann man sich ganz sicher sein: Die Erde ist rund, Synthwave ist großartig und Morgan Willis ist eine Koryphäe auf diesem Gebiet.

25 Tracks! So schwer war das Album Miami Calling von Morgan Willis beladen und dennoch kassierte es Bestnoten. Turbo Flash darf nun mit insgesamt 6 Tracks begeistert, die abseits des gechillten Miami-Albums den Outrun-Faktor deutlich höher schrauben, Kavinsky lässt grüßen.

Mit La nuit nous appartient Feat. Flamingo” steigen wir in diese EP ein. Das französischsprachige Intro führt hin zu einem tiefen Beat, unterlegt mit harmonischen 80s-Vibes. Morgan Willis entfernt sich damit nur langsam von den Eindrücken des Miami Calling”-Albums, verweist aber bereits dezent auf das, was noch kommen mag. Und so darf Black thunder” mit seinen etwa 7 Minuten zeigen, wie es sich anfühlt, in einem PS-Boliden an der Promenade entlang zu fahren. Die BPM haben die 100 % noch nicht erreicht, wandern aber langsam und nachdrücklich in genau diese Richtung.

Schneller und immer schneller. Toute une histoire” wäre der wohl perfekte Soundtrack für eine Beach Party, die gerade so ihren Höhepunkt erreicht. Die bis dahin aufgebaute, düstere Atmosphäre der vorhergehenden Tracks wird abgelöst durch eine beinahe schon vergnügliche Disco-Szenerie.

Der titelgebende Track Turbo Flash” geht wieder mehr in Richtung Black thunder” und zählt damit zu einem der Highlights dieser EP. Die 80s-Influences sind hier ungeheuer stark und werden ebenso durch zahlreiche Vocal-Einstreuungen aufgewertet, mit denen Morgan Willis bereits bei den vorangegangenen Tracks zu überraschen und gefallen wusste.

Der Atmosphäre-Kracher wäre dann wohl The grid of death”. Gänsehaut ist vorprogrammiert, wenn sich der treibende Beat und das Melodie-Sammelsurium mit jeder vergehenden Sekunde umarmen. Müsste man eine Szene für diesen Track finden, wäre wohl Kurt Russel mit Knarre im Anschlag in einem von Gegnern überfluteten Lagerhaus absolut treffend. So ganz kurz vor dem Shootout, die Nerven bis zum Zerreißen angespannt.

Keine Sorge, die Nerven bleiben heil. Denn mit Arcade runner” verabschiedet sich Morgan Willis mit einem Space-Atmospheric-Track von uns. Lange, durchgezogene Synthie-Lines und ein wunderbar tiefer Bass treffen permanent auf gespenstische Atmosphäre.

Die Turbo Flash”-EP macht ihrem Namen beinahe alle Ehre. Zwar zündet der Turbo nicht mit jedem Track, doch die Intention ist offen und ehrlich. Und so präsentiert uns Morgan Willis eine wirklich überzeugende EP, die durchweg sehr viel Spaß macht und allen voran äußerst stark an die Soundtracks der lovely 80s angelehnt ist. So freuen sich Kino-, Synthwave- und Kavinsky-Fans gleichermaßen. Letztere, da sich Morgan Willis mit dieser EP zum Teil stark von ihm inspirieren ließ.

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