EUROPAWEITE AUSSICHTEN – Purgatory Album Review

Liebe John Carpenter Fans, ich habe den inoffiziellen Nachfolger des Synthwave-Meisters gefunden: EUROPAWEITE AUSSICHTEN hat mich die letzten Tage über meine Kopfhörer, die Boxen im Auto oder die High-End-Lautsprecher zuhause begleitet. Mit „Purgatory“ schuf der Künstler nicht nur einen äußerst professionellen Beitrag zum Genre Synthwave, sondern auch eine Bereicherung für die Welt der (Horror-)Scores.

„Purgatory“ ist der Soundtrack zu einem fiktiven Film der 80er, den John Carpenter höchstpersönlich nicht besser hätte machen können. Dazu möchte ich gerne den Künstler selbst zitieren, mit dem ich bereits mehrfach Kontakt hatte:

„Purgatory“ sollte wie ein John-Carpenter-Soundtrack aus den frühen 80ern klingen. Simpel, teilweise sehr Ambient-lastig, einfache Beats, viele tiefe Synth-Noten und irgendwie nicht allzu perfekt. Aus diesem Grund habe ich das Album nach seiner Fertigstellung komplett auf eine alte Audiokassette gespielt und dann wieder zurück auf meinen PC, damit es ein richtiges „Tape-feeling“ bekommt.

Hört man sich „Purgatory“ an und behält diese Aussage im Hinterkopf, merkt man sehr schnell, dass diese Detailverliebtheit des Künstlers mit absolut jedem Track Früchte getragen hat. Allen voran die ersten Tracks versprühen diesen gewissen Carpenter-Charme. Die zahlreichen Ambient-Sounds sind geradezu typisch für Scores, die man sonst nur von den Großen der Branche kennt.

Thematisch behandelt das Album die dunkle Welt der Kriminalität. Es geht um Psychopathen, Entführungen und Brutalität. Der Tod ist allgegenwärtig und ein beinahe schon verzweifelter Cop versucht inmitten der Korruption für Gerechtigkeit zu sorgen.

Da „Purgatory“ mit insgesamt 26 Tracks zu Buche schlägt, werde ich nicht auf jeden Track gesondert eingehen (können). Letztendlich möchte ich mit einigen ausgewählten Trackbewertungen eine Empfehlung und meine Hochachtung an diesen talentierten Künstler aussprechen.

Bereits der zweite Track des Albums, „over the city“, begeistert mit dem Feeling, das sonst nur John Carpenter herbeizuführen mag. Der Track ist so simpel wie mitreißend, dazu die zahlreichen unterstützenden Synthesizer-Einsätze und der stets treibende Beat – „over the city“ ist Atmosphäre pur. Direkt darauf zeigt EUROPAWEITE AUSSICHTEN mit dem „purgatory theme“, dass auch treibende Horror-Synths mit in sein vielfältiges Repertoire gehören.

„missing girl one“ ist ein fantastisches Beispiel dafür, wie Aussichtslosigkeit und Hoffnung zur selben Zeit in einem gerade einmal eineinhalb minütigen Track bestehen können. Eine wahre Meisterleistung! Danach allerdings dreht EUROPAWEITE AUSSICHTEN mit „Chaos-Skull“ an der Geschwindigkeit. Diese nimmt maßgeblich an Fahrt auf, während die Melodie epische Züge, ganz im Stile eines „Tron: Legacy“, annimmt.

„still out there, waiting“ teilt uns mit beklemmender Atmosphäre mit, dass irgendwo dort draußen noch etwas lauert. Und vielleicht ist es ja EUROPAWEITE AUSSICHTEN mit einem Sequel oder gänzlich neuem Material? Ich für meinen Teil würde mich jedenfalls sehr darüber freuen!

Limited edition 2xcassette

Bis vor kurzem gab es via Bandcamp noch die Limited edition 2xcassette zu ordern. Leider ist diese aktuell ausverkauft, doch ggf. stehen weitere Exemplare in nicht allzu ferner Zukunft zur Verfügung. Der Clou daran: Nur auf diesen Kassetten findet ihr bisher unveröffentlichte Tracks zum Album. Und einen davon könnt ihr noch diese Woche exklusiv bei uns hören! (Soviel vorweg: Er ist absolut großartig!) In diesem Sinne, folgt uns, sodass ihr garantiert nichts verpasst! 🙂

Update: Der exklusive Track City Of Rain And Dust ist ab sofort hier bei uns online!

EUROPAWEITE AUSSICHTEN – Purgatory Download/Stream

  • bandcamp

EUROPAWEITE AUSSICHTEN – Purgatory Tracks/Rating

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