|||

Nightcrawler — Jede Nacht hat ihren Preis Filmkritik

If it bleads, it leads

Blut verkauft sich, so ein Spruch aus dem Film, der im Endeffekt so vieles über die Geschichte und Intention aussagt. Der Sensationsgeilheit der Menschen haben es Leute wie Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) zu verdanken, dass ihre mitunter zwielichtigen Tätigkeiten überhaupt erst benötigt werden. Aber hiermit greife ich ein wenig vor…

… denn zu Beginn ist Lou nichts weiter als ein kleiner Dieb, der sich mühsam, aber stets angetrieben von seinem Ehrgeiz - durch die Welt kämpft. Eines Nachts kommt er zu einem Unfall und beobachtet, wie ein kleines Kamerateam die Geschehnisse auf Band festhält, nur um dieses später an den bestbezahlenden Sender zu verkaufen. Eine Idee ist in Lou geboren. So besorgt er sich eine billige Kamera sowie ein Polizeifunkgerät und versucht so in die Szene zu kommen.

Aller Anfang ist schwer

Schnell lernt Lou, dass es schier unmöglich ist, wirklich sensationelles Material aufs Band zu bannen, ohne die richtigen Polizeicodes zu kennen oder wenn man zu spät an den Ort des Geschehens kommt. Doch immer schneller fügen sich Lou und sein neuer Partner dem Gefüge des Nightcrawlings“ und machen alsbald richtig viel Geld damit. Doch zu welchem Preis?

Jake Gyllenhaal verkörpert einen schockierenden Menschen, der wahrlich alles dafür tut, um Geld, Ruhm und Ehre zu erlangen. Dabei kann er manchmal ziemlich nett sein, zumeist aber äußerst bestimmend und diabolisch. Denn dieser Lou geht über Leichen - und das im wahrsten Sinn des Wortes. Und wenn diese Leiche für seine Videoaufnahmen nicht im richtigen Licht liegt, packt er sie schnell mal eben an den Beinen und schleift sie dort hin. Skrupellos.

Nightcrawler — Jede Nacht hat ihren Preis“ ist ein erschreckender Blick in diese Szene, die ich mir selbst ohne den Film schon genau so vorstellte. Denn was lässt sich besser verkaufen als Blut? Die Menschen wollen das sehen, auch wenn sie bei allzu deftigen Aufnahmen schnell die Blicke davon abwenden. Aber Hauptsache man kann mitreden. Diese menschliche Eigen- und Unart machen sich diese Nightcrawler zunutze und die Nachrichtenagenturen dieser Welt sowieso.

Der Film bietet allerdings soviel mehr als nur” Gyllenhaals erstaunliche Performance. Er ist so dramatisch und furchteinflössend wie amüsant und spannend. Er bietet einen genialen Soundtrack gepaart mit verstörend-schönen Bildern. Dazu kommen mehrere Nebendarsteller, die das Geschehen rund um den Charakter Lou auf höchstes Niveau pushen.

Ich bin begeistert von Nightcrawler — Jede Nacht hat ihren Preis“ und möchte den Film, der ab heute auf Blu-ray, DVD und Digital erhältlich ist, schlicht und ergreifend jedem wahren Filmfan ans Herz legen, der bei dem Wort Mainstream schon Ausschlag bekommt.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Ja.

Nächste Beiträge Die Bestimmung – Insurgent Filmkritik Einer fliegt hoch, die andere runter - was will uns dieses Hauptplakat zu „Die Bestimmung - Insurgent“ wohl sagen? Vielleicht dass nichts wahr und The Spectacular Now – Perfekt ist Jetzt Filmkritik Ironie ist, wenn Shailene Woodley und Miles Teller sich in einem Film verlieben („The Spectacular Now - Perfekt ist Jetzt“), sich im anderen aber
Neueste Beiträge Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019 PatternShift - Vaskania Prime Album Review Synthwave im Tatort!