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NightStop - Streetwalker Album Review

Das Gaspedal bis zum Asphalt durchgetreten, die Pilotenbrille selbst bei Nacht auf den Augen, die Fenster offen und die Musik laut. NightStop brettert mit dem aktuellen Album Streetwalker in bester Retro-Atmosphäre durch die Gehörgänge. Einen Gang 1-4 gibt es bei diesem PS-starken Klang-Boliden nur selten. Damit ist Streetwalker” eine sowohl rasante als auch äußerst abwechslungsreiche Ergänzung für die heimische Synthwave-Sammlung.

Mit dem Synthax Terror” täuscht NightStop kurz links an, überfährt einen dann aber dennoch auf direktem Wege. Der Track ist wunderbar düster und erinnert zuweilen an die Werke zahlreicher Darkwave-Kollegen. Dennoch vermag NightStop dem Track seine eigene Note aufzusetzen. Die Melodie ist gleichermaßen stark wie beklemmend. Mit Virtual Sexuality” hatte mich NightStop dann endgültig, sprich bereits mit Track 2! Virtual Sexuality” hat eine traumhafte Bassline sowie diesen gewissen Retro-Drive-Charakter, den man heute oftmals vermisst. Und auch der darauf folgende, titelgebenden Track Streetwalker” darf perfekten Retro-Charme versprühen. Dazu ein paar packende Gitarrenriffs - volle Fahrt voraus!

Dangerous Desires” nimmt kurz etwas den Drive heraus und dürfte einen jeden 80s-Fan in diese verrauchten Büros der Trenchcoat-bekleideten Schnüffler versetzen. Schnell wird klar, dass NightStop eine Art imaginären Film abarbeitet. Ob dieser nun mit Kriminalfilmen oder doch Horrorfiguren zu tun hat bleibt der Fantasie überlassen. Fest steht allerdings, dass man die Ohren ganz genau aufsperren sollte, um diese gewaltige Klangwelt vollständig in sich aufnehmen zu können.

Weiterhin überzeugt der Künstler mit einem rasanten ULTRA sowie dem gruselig-atmosphärischen Midnight Hunger”. Die Tracks wandern fortwährend zwischen glühenden Reifen und den unterschiedlichsten Einsatzgebieten. Disco Pervert” zum Beispiel ist ein Paradebeispiel des schlechten Geschmacks - und das tatsächlich im positiven Sinne. NightStop scheint schlichtweg alles aus den lovely 80s verarbeiten zu können, und das mit einer spürbaren Hingabe.

Im Grunde ist dieses Album großartig. Es bietet nahezu all das, was Synthwave-Fans lieben und schätzen. Ob nun die gute alte Carpenter-like Horroratmosphäre oder Miami Vice Driving-Musik, NightStop versorgt uns mit all dem und noch vielem mehr. Lediglich ein oder zwei Tracks mit Lyrics wären vielleicht noch interessant gewesen, was allerdings in keinerlei Hinsicht zu einer Abwertung führt.

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