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No Turning Back Filmkritik

No Turning Back ist die mobile Telefonzentrale unter den Filmen. Ivan Locke (Tom Hardy) fährt und fährt, nimmt Anrufe entgegen, tätigt Anrufe und zerstört nach und nach sein eigentlich ganz durchschnittliches aber auch gutes Leben. Die Ironie an der Sache: Er versucht dadurch die Taten seines verstorbenen Vaters ungeschehen zu machen.

Arthouse

Ein Mann, ein Auto, ein Anruf. Ein Mann, ein Auto, ein Anruf, Straßenlichter. Ein Mann, ein Auto, ein Anruf, Straßenlichter, ein Taschentuch. Ivan Lockes Leben in etwa 85 Minuten ist ein Schauspiel, gefesselt an einen sich bewegenden Ort. Und genau das ist Arthouse at it’s best, wenngleich die Geschichte selbst durch ihre unaufgeregte Art im krassen Kontrast dazu steht. Tom Hardy brilliert in einer für ihn völlig anderen und neuen Rolle, wirkt aber dennoch unnahbar. Wirklich mitfühlen konnte ich mit ihm und seinem Schicksal nicht. Dafür war dieses schlicht und ergreifend zu gewöhnlich, während er trotz steter Großaufnahme namen- und gesichtslos blieb.

No Turning Back ist einfach mal etwas anderes. Das Drama scheint zu jeder Sekunde perfekt, und da wie aus dem Leben gegriffen, äußerst realistisch. Von Minute zu Minute bricht die einst so heile Welt in sich zusammen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es dem Titel entsprechend kein zurück mehr gibt.

Über den Film zu schreiben erscheint mir schwierig. Vielmehr möchte ich Arthouse-Fans dazu anregen, sich den Film anzusehen und selbst ein Bild davon zu machen. Er wird mit gemischten Gefühlen wahr- und aufgenommen werden und entweder einen Platz im Regal finden oder als rausgeworfenes Geld deklariert. Es machte wenig Sinn, würde ich niederschreiben, dass mich der Film zu Beginn deutlich mehr zu fesseln vermochte als zum Ende hin. Irgendwann kamen mir die durchgehenden Anrufe doch zu spanisch vor. Aber andererseits wäre No Turning Back ohne seine durchgehenden Telefonate schlicht und ergreifend nicht der Rede wert.

Fazit

No Turning Back ist kein typischer Tom Hardy Film. No Turning Back ist das pure Leben, verpackt in ansehnliche und aufs minimalste beschränkte Bilder. Dieses Leben kann man nun mögen oder nicht. Ich persönlich empfand es als ansehnlich, dafür aber nicht überzeugend und mitreißend genug.

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