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Non-Stop Filmkritik

Liam Neeson macht es einem guten Wein gleich. Auch er wird mit dem Alter immer besser. Mit mittlerweile 62 Jahren lässt er in Non-Stop“ nach „96 Hours“ 1 und 2 erneut seine Muskeln spielen und setzt auf seine markant-vertraute Mimik. Diesmal gibt er den qualmenden und trinkenden Air-Marshal, der sich mit seiner Flugangst zweifellos den falschen Job gesucht hat. Auf einem seiner Begleitflüge gerät er beängstigend schnell selbst in den Verdacht, einen Terroranschlag verüben zu wollen. In den gerade einmal 106 Minuten Film versucht er daraufhin nicht nur sich selbst aus dem Rampenlicht zu rücken, sondern weit über 100 Passagieren das Leben zu retten. Und jetzt der Marketing-Satz schlechthin: Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt!

Non-Stop“ ist ein Dreiphasenfilm. Er beginnt interessant, wird dann bis zu einem gewissen Punkt äußerst spannend und macht selbst nach der daraufhin eintretenden Erkenntnis noch bis zur letzten Sekunde Spaß. Somit ist Non-Stop“ ein wohligen geschnürtes Gesamtpaket und nicht der zuerst erwartete „96 Hours“-Luftabklatsch.

Wer hat Angst vorm Fliegen? Nach diesem Film wird es garantiert nicht besser. Klischees werden bedient und der obligatorische Katastrophenfall darf natürlich auch nicht fehlen, wenngleich genau dieser nicht besonders realistisch ausgefallen ist. Bis es allerdings dazu kommt, wissen vor allem die ersten 30 Minuten zu fesseln. In diesem guten ersten Drittel des Films verfolgen wir den bloßen Austausch von Textmessages. Und glaubt mir, selten war SMS-Schreiben und - Lesen spannender. Man fiebert regelrecht mit dem Air-Marshal mit. Man wünscht sich geradezu herauszufinden, wer der Übeltäter ist. Ja, man ist sogar versucht hineinzuinterpretieren, dass er es selbst sein könnte, irgendwo im schwebenden Zustand zwischen Vollrausch und Schlafmangel. Ob es so dann letztendlich auch ist, das verrate ich nicht. Was ich allerdings verrate ist, dass es einen Point of no Return gibt, an dem man spätestens bescheid weiß, wie der Hase läuft. Und da scheinbar auch der Autor, sowie der Regisseur das wussten, wendet sich das Blatt vom Thriller hin zum Notfallactioner. Getreu dem Motto, Neeson mit Waffe in der Hand geht immer. Und so wird geschossen, geschlagen und explodiert was das Zeug hält, bzw. die Flugzeugwand verträgt. Womit wir in Phase drei angekommen wären, in der man zwar immer noch amüsiert zusieht, aber irgendwie auch Phase eins und zwei zunehmends vermisst.

Fazit

Unterhaltung Non-Stop“. So könnte man den Film titelbezogen umschreiben. Anfangs noch sehr gut bis großartig, dann aber zu selbstverliebt und letztendlich leider doch nur aufgewärmt. Aber was soll’s, wer Neeson mag, wird auch diesen Film mögen.

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