|||

Oscillian - Ad Astra Album Review

Es. Ist. Unglaublich.

Im Juli 2016 hörte ich zum ersten Mal Oscillian und war hin und weg. Starlights” ist bis heute einer meiner absoluten Favorites im Bereich Synthwave. Allein dieser Track vermochte es, das Album Building Better Worlds” zu tragen, komme was wolle. Doch es kam besser. Mit einer Wertung von 4.8 von 5 Sternen begeisterte Building Better Worlds” die gesamte TL80s-Redaktion über alle Maßen.

Heute soll es allerdings nicht um Building Better Worlds” gehen, sondern um den Nachfolger Ad Astra, den ihr ab morgen kaufen könnt müsst. Selten waren Synthwave-Space-Operas schöner. Ad Astra” ist ein eigentlich unbeschreiblicher Trip durch die entferntesten Galaxien und ein Hörerlebnis, das sowohl pure Synthwave-Freunde als auch Epic-Score-Fans begeistern wird.

Mit dem titelgebendem Track Ad Astra” entführt uns Oscillian in eine Welt, in die uns früher nur Captain Future entführen konnte. Man spürt diverse Anleihen aus Film und Serie, doch Oscillian ist und bleibt auch einzigartig. Der Sound ist kräftig, durchdringend und schlichtweg atemberaubend. Die Tiefen drücken, die Höhen unterstreichen und die Mitten fließen direkt ins Ohr. Doch wenn ihr denkt, dass der Trip damit schon ein vorzeitiges Ende gefunden hätte, täuscht ihr euch gewaltig. Oscillian hat noch gar nicht richtig angefangen. Battle Angel” ist rockig, synthig” und lyrisch großartig. Ich liebe diese Stimme, die uns hier aus weiter Ferne zuruft und ausdrücklich darauf hinweist, dass die Erkundung ferner Sterne nur mit diesem Klang funktionieren kann. Battle Angel” ist ein Track für die Abenteurer unter den Synthwavern.

Slipstreaming” liebe ich für seinen Ohrwurmcharakter. Die Melodie ist furchtbar einfach, aber genauso furchtbar eingängig. Unterschätzt den Track allerdings nicht, denn Slipstreaming” bietet soviel abseits Chords. Seien es nun Chorus-Passagen oder der Countdown zum Ende hin, bis Oscillian für etwa 1 Minute noch einmal richtig Gas gibt.

Stratosphere” ist der wohl funkigste Track auf diesem Album. Er macht durchweg Freude und fühlt sich mit dem darauf folgenden Don’t You Give Up (feat NINA)” am stärksten nach Synthwave an. Don’t You Give Up” ist allen voran schnell und treibend. In einem Film befänden wir uns nun inmitten der Bildabfolge, wenn beim Helden alles rund läuft, eben kurz, bevor es wieder abwärts geht. NINAs Stimme ist großartig und ihr Einklang mit dem männlichen Part im Refrain ist einfach nur fantastisch.

A Bytesized Life” kann allen voran durch sein herzerwärmendes Solo trumpfen. Der Track ist wunderbar ruhig, etwas nachdenklich aber auch sehr romantisch. Ein Auszeit nach dem Outrun-Feeling, das Don’t You Give Up” noch zu vermitteln wusste.

Einen ganz ähnlichen Aufbau wie Slipstreaming” hat auch Border Patrol”. Der Track ist erst erschreckend unaufdringlich, dann aber einfach nur episch. Denn sobald die Chor-Unterstützung einsetzt ist Gänsehaut garantiert.

Weiter geht es mit Solar Cruise”, der sich äußerst gut mit A Bytesized Life” versteht. Ein Track der ruhigeren Sorte, wunderbar gestützt durch die Saxophon-Klänge. Auch hier macht sich ein romantisches Knistern bemerkbar.

Ihr liebt epische Scores? Inception” oder Interstellar” gehören in Sachen Soundtrack zu eurem Standard-Repertoire? Nun denn, der Track Crossing The Edge” ist unglaublich. Einfach unglaublich und unbeschreiblich. Ich habe selbst jetzt beim Schreiben Gänsehaut am ganzen Körper!

Mit Ulysses 31” schließt Oscillian ein weiteres Kapitel seines Könnens. Mehr Retro-Feeling geht nun wirklich nicht, schließlich geht Oscillian dahin zurück, womit er begonnen hat: Einem gewissen Captain Future Charme, der ganz besonders durch eine Pfeif-Passage ergänzt wird. Ich bin verliebt und meine Kollegen ebenso. Danke Oscillian, du bist großartig!

Nächste Beiträge NightStop - Dancing Killer Album Review Love is in the air - ich höre “Dancing Killer” rauf und runter. NightStop bringt nach dem sowieso schon großartigen “Streetwalker” die nächste ALEX & Tokyo Rose - Akuma Preview Am 23. Juni erscheint mit “Akuma” eine äußerst hörenswerte Kooperation zwischen ALEX und Tokyo Rose. Ein jeder Künstler steuerte je 6 Tracks zum
Neueste Beiträge Star Trek: Picard Staffel 1, Episode 2 Review Star Trek: Picard Staffel 1, Episode 1 Review Ein epischer (Release) Tag Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch)