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PERTURBATOR - The Uncanny Valley Album Review

Es ist eines der meist erwarteten Synthwave-Alben der letzten Zeit: The Uncanny Valley” von PERTURBATOR. Und die Frage ist nicht, ob sich das Warten gelohnt hat, sondern eher warum die Verkaufszahlen nicht noch höher sind? Am Verkaufstag rotierte durch den Bandcamp-Bereich SELLING RIGHT NOW eigentlich nur ein Album: The Uncanny Valley”. Als ich dann gegen Abend noch einmal nachschaute, hatten alleine über Bandcamp bereits über 1.500 Fans zugeschlagen. Ich war schlichtweg beeindruckt. Seither hält sich das Album wacker auf Platz 1 der Bandcamp-Charts.

Ich hatte mir vor dem Release noch einmal sämtliche PERTURBATOR-Alben via Spotify angehört und den Großteil seiner Tracks als sehr gut befunden. PERTURBATOR ist ein außergewöhnlicher Künstler in diesem Segment und vermutlich wie Com Truise auch ein Spieler aus der ersten Liga, bzw. einer anderen Liga. Hier hört man Erfahrung, Ehrgeiz, Können und Kreativität mit jedem Track heraus. Und so wie PERTURBATORs Vorgängeralben auch, ist The Uncanny Valley” ein gelungener Mix unterschiedlichster Styles.

Mit Neo Tokyo” haut das Album gleich zu Beginn sämtliche Falten aus dem Gesicht. Das ist Darksynth, absolut treibend und letztendlich mit genial-eingängiger Melodie. Daraufhin folgt Weapons for Children”, das Highlight für viele Fans. Ein dunkler, packender Track, im Gegensatz zu Neo Tokyo” etwas langsamer, dafür aber noch deutlich düsterer. Quasi übergangslos folgt Death Squad”, der die Stimmung von Weapons for Children” vorantreibt, mich mit seiner Melodie allerdings noch weitaus mehr zu begeistern wusste.

Femme Fatale (Feat. Highway Superstar)” ist der erste Track des Albums, der aus dem dunklen Konzept ausbricht und eine völlig neue Stimmung vermittelt. Ich dachte sofort an eine Szene aus einer verrauchten Bar oder in einem Qualm-durchzogenen Detektivbüro, die adrette Rothaarige vor unserem Schnüffler. Die Stimmung ist atemberaubend, das Saxophon betörend. Der darauffolgende Track Venger” ist eines meiner Highlights. Ich liebe Greta Links Lyrics und Stimme sowie die zugrunde liegende Melodie.

Disco Inferno” ist erneut Darksynth pur. Und wenn man nicht aufpasst, platzen sowohl Boxen als auch Trommelfell. Der hier eingesetzte Drum ist so hart wie die Stimmung. She Moves Like A Knife” folgt mit Sprinter-Beat und lädt damit ganz sicher nicht zum Entspannen ein.

Sentient” mit Hayley Stewarts Lyrics bremst das Geschehen und gefällt sehr durch seine Andersartigkeit. The Uncanny Valley” ist jetzt schon pure Track-zu-Track-Abwechslung! Diabolus Ex Machina” folgt She Movies Like A Knife” in Sachen Geschwindigkeit und überzeugt durch starke Gitarrenklänge. Hoch und runter, Assault” ist wieder deutlich langsamer aber nicht weniger düster. Assault” gefällt seine ausweglose Situation”-Thematik. Durchstarter: The Cult Of 2112” stellt in Sachen Geschwindigkeit einmal mehr Rekorde auf und bietet zudem durch die Chorus-Klänge die Stimmung, die das diabolische Cover vermittelt.

Souls At Zero” - wir steuern auf das Ende zu. Der Track bewegt sich mehr in der Richtung Soundtrack-Schiene, wechselt von furchterregenden Sounds in Richtung wunderschöne Melodie und wieder zurück. Ein wahres Wechselbad der Gefühle. Und schlussendlich verabschiedet sich PERTURBATOR mit dem titelgebenden The Uncanny Valley”, erneut sehr Soundtrack-lastig, allerdings weniger düster mit einer äußerst eingängigen Melodie und extrem starker Synthwave-Atmosphäre.

Zusammenfassend ist The Uncanny Valley” ein wahres Wechselbad der Gefühle. PERTURBATOR nimmt uns mit auf eine Reise quer durch die Hölle, mitten durchs Fegefeuer, hoch in den Synthwave-Himmel und mit Vollspeed geht es wieder runter, hoch und runter. The Uncanny Valley” will nicht wirklich eine Geschichte erzählen, ist aber für sich gesehen ein professionelles, zumeist düsteres und oftmals auch abwechslungsreiches Album!

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