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Predestination Filmkritik

Ich liebe Zeitreisefilme! Werde ich das schon gesagt haben?

Immer wenn ich von einem neuen Zeitreisefilm höre, bin ich am Start - sozusagen gefangen im Zeitparadoxon. Wer weiß welcher Dominik sich in welchem Paralleluniversums gerade einen Zeitreisefilm ansieht? Nun gut, kommen wir zur Direct-to-DVD-Veröffentlichung Predestination“ mit dem (zumeist) großartigen Ethan Hawke. In diesem Film reist er durch die Zeit - wie sollte es anders sein. Er möchte Bombenattentate des sog. Fizzle Bombers verhindern und trifft dabei auf eine interessante Person, verkörpert von der Newcomerin Sarah Snook.

Und dann war es das auch schon. Zumindest mit meiner kleinen Zusammenfassung. Denn alles was ich darüber hinaus erzählen würde, könnte euch den Spaß am Geschehen verderben. Nur soviel vorab: Der Film lebt geradezu durch seine unzähligen Wendungen, wobei die zum Ende hin das große Highlight darstellt.

Predestination“ greift auf eine uralte Frage zurück:

Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei?

Das Problem bei dieser Frage sollte jedem klar sein: Denkt man zu lange darüber nach, wird man irgendwann wahnsinnig. Und so geht es einem auch mit dem Film. Die Regisseure Michael Spierig und Peter Spierig schufen eine derart verwobene, sprunghafte und anfangs undurchschaubare Story, dass einem ganz schwindlig dabei wird. Ab einem gewissen Zeitpunkt lässt man das Geschehen dann nur noch auf sich wirken. Frei nach dem Motto: Der nächste Zeitsprung kommt garantiert. Und das tut er dann auch. Irgendwann ist es dann aber soweit, dass die Regisseure beginnen, mehrere lose Fäden aneinander zu knüpfen, bis ganz am Ende das Wollknäuel wieder aufgefädelt ist. Zwar nicht ganz lückenlos, aber eine Kreisform ist durchaus erkennbar.

Bevor man sich den Kopf zermartert, kämpft man mit ausladend angelegten Dialogen, die auch erst im späteren Verlauf schlüssig und beinahe schon notwendig erscheinen/erschienen. Auch Action gibt es ab und an zu sehen, sowie erwartungsgemäß zahlreich vertretene, wenn auch wenig effektreiche, Zeitsprünge.

Predestination“ schaffte so einiges mit mir. Der Film langweilte und begeisterte mich gleichermaßen. Doch allerspätestens zum Ende hin machte er noch etwas anderes mit mir: Er ließ mich mit heruntergeklappten Kinn dasitzen und den Abspann verfolgen. Noch während des Abspanns versuchte ich die eh schon überbeanspruchten Gehirnzellen noch einmal durchzustarten, doch das Gesehene wollte nicht vollends in irgendeiner Art Sinn aufgehen. Auch 3 Tage später bin ich mir sicher, dass - sollten Zeitreisen überhaupt möglich sein - so manches aus dem Film nicht möglich sein dürfte. Aber wirklich wichtig ist dieser Umstand dann doch nicht. Letztendlich zählt die Idee, sowie eine gelungene Umsetzung mit zwei wundervollen Hauptdarstellern.

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