|||

Premium Rush Filmkritik

Da wird der Drahtesel durch die Häuserschluchten gepeitscht. Meine Güte, Premium Rush” ist ein einziger, großer, langer - nein, überlanger Adrenalinstoß.

Als ich vor einiger Zeit den Trailer sah, dachte ich mir noch, dass ich den Film unbedingt sehen müsste. Allerdings scheint der Film etwas zu schnell durch mein Kino gerast zu sein. Und so war ich ganz froh, als ich gestern endlich die DVD einlegen konnte.

Bunt, rasant und sinnlos - das ist Premium Rush”.

Obwohl der Film wirklich ausreichend Potential hat, legt er unverhältnismäßig viel Augenmerk auf Radrennen quer durch die Stadt, im Speziellen eines durch den Stadtpark. Klar, es geht um Fahrradkuriere und dementsprechend viel Zweiradakrobatik wird auch geboten. Nur zwischendrin dachte ich mir schon das eine oder andere Mal, dass man es auch übertreiben kann. Doch so schnell wie sich die Reifen drehen, so schnell gibt es ein paar nette Storyrückblicke. Dieses Stilmittel funktionierte schon bei anderen Filmen gut und passt sich hier nahtlos in das wilde Geschehen ein. So erfährt man erst nach und nach, wie es zu diversen Situationen kam. Den Höhepunkt dieser Rück-Blick-Winkel-Spielerei stellt dann logischerweise das Ende dar, wenn endlich alles einen Sinn ergibt. Doch so nachvollziehbar die Auflösung dann auch klingen mag, so belanglos ist sie letztendlich. Was bleibt, ist lediglich” ein quietschebuntes Fun-Movie, das Michael Bay nicht hätte farbenfroher machen können.

Premium Rush” machte mir sehr viel Spaß, auch wenn ich das ständige Gefühl nicht los wurde, als wäre da mehr, viel mehr drin gewesen. So hätte der Schurke gerne noch ein ganzes Stück böser und Joseph Gordon-Levitt ein klein bisschen weniger Superheld sein dürfen. Der Darstellerriege merkt man zu jeder Zeit an, dass Schauspielern auf Sparflamme für diesen Film gereicht hat. Aber gut, man kann sich ja bekanntlich über alles aufregen. Der Film wurde aus Unterhaltungszwecken gemacht und genau das ist auch gelungen. Thriller - pah!

Abseits Levitts verrückt-genialen Vorahnungs-Szenen und der beeindruckenden Aufnahmen, teils aus der First-Person-Perspektive, haben mir vor allem auch der treibende Soundtrack und die unzähligen Surround-Effekte gefallen, die die Stadt New York im heimischen Wohnzimmer zum Leben erweckten. Hätte man nun noch etwas mehr auf Realismus gesetzt, wäre aus Premium Rush” vielleicht der Film geworden, von den ich anfangs dachte, dass er es wäre.

Fazit

Schnell, spannend und unterhaltsam - das ist Premium Rush”. Nicht mehr, manchmal noch ein bisschen weniger.

PS: DVD & Blu-ray erscheinen am 28. Februar 2013.

Nächste Beiträge Django Unchained Filmkritik Meine Filmkritik möchte ich mit einer kleinen Wortspielerei beginnen, die mir bereits kurz nach dem Film auf der Zunge lag: Tarantino macht den Futurama #50 Review Endlich komme ich mal zum Comic lesen. Zum Einstand nach meiner ca. 2-wöchigen Comic-Pause erleuchtete “Futurama #50” mit den knalligen Farben meine
Neueste Beiträge Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019 PatternShift - Vaskania Prime Album Review Synthwave im Tatort!