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Prisoners Filmkritik

Zwei junge Mädchen sind verschwunden - so beginnt Prisoners“. Was tun Eltern, um ihre Kinder wiederzufinden? Die einen verzweifeln und ziehen sich zurück, die anderen ziehen in den Krieg und tun einfach alles, was nötig ist. So zumindest dem Film nach.

Trailer, Inhaltsangabe und sonstige Infos, mit Prisoners“ konnte ich lange Zeit nichts anfangen, war aber stets interessiert. Nun habe ich den Film endlich gesehen und bin so entsetzt wie begeistert. Regisseur Denis Villeneuve schuf ein verstörend-geniales Werk um zwei Männer, die auf ihre ganz eigene Art und Weise versuchen, die verschwundenen Mädchen wiederzufinden. In diesen Rollen brillieren Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal, beides große Namen. Dabei gibt Jackman das Pulverfass mit Ladehemmung und Gyllenhaal den ehrgeizigen Anstandswauwau. Diese beiden Konterparts kreuzen hin und wieder ihre Wege, ermitteln aber zumeist auf eigene Faust. Beinahe möchte man meinen, das Schicksal erlaubt sich einen Scherz mit ihnen.

Prisoners“ ist ein unglaublich spannender Thriller. Der Film ist dramatisch und eigentlich nie lustig. Ein äußerst ernsthaftes Werk, das zu Erfurcht und Erstaunen gleichermaßen verführt. Mir persönlich gelang es bis zum Ende nicht wegzusehen und irgendwie schäme ich mich dafür. Die Geschichte rund um Kindesentführung wirkt so echt, dass man beim Ansehen immer wieder daran denken muss, dass sich solch ähnliche Geschehnisse auch im wahren Leben abspielen. Ein Umstand, der den Film leicht taktlos erscheinen lässt, sofern man sich nicht weit genug davon distanzieren kann.

Spannend, brutal und ehrlich. Drei Eigenschaften, die Prisoners“ ausmachen. Bedenkt man, dass sich der Film in nur wenigen Häusern und Gebieten abspielt, ist man umso mehr über den Ausgang erstaunt. Das Setting wird beherrscht von Kälte, Regen und dunklen Farben. Alles steht auf Depression, von Lichtblicken keine Spur. Und so ist man am Ende weder begeistert, noch enttäuscht, sondern einfach nur froh, dass man diese 153 Minuten heil überstanden hat. Im positiven Sinne natürlich.

Fazit

Eine Wertung fällt mir schwer. Ist der Film nun großartig oder abartig? In gewisser Weise beides, vor allem aber ein düsteres Schauspiel mit großartigem Cast und einer beängstigend realistischen Story. Warum also irgendwie abwerten, wenn es sich um einen der großartigsten Thriller der letzten Jahre handelt? 5/5!

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