|||

Project Almanac Filmkritik

David ist ein schlauer Junge. Als er zum MIT zugelassen wird, freut er sich zwar, doch das erwartete Stipendium bleibt aus. Damit setzt er den Grundstein für eine etwas andere Suche nach Geld.

Sein technisches Verständnis bekam er von seinem Vater vererbt, der - so stellt sich schnell heraus - im Keller eine halbfertige Zeitmaschine versteckt hat. David und seine Freunde bauen diese nach der Anleitung seines Vaters fertig - und siehe da - die Zeitreise ist geboren. Erst sind nur Tage, dann Wochen, aber schon bald auch Jahre möglich, durch die sie (zumeist gemeinsam) reisen.

Zisch und weg

Project Almanac“ ist in erster Linie ein Jugendfilm mit durch die Reihe weg sympathischen aber auch austauschbaren Charakteren. Und da sich dieser Zeitreisefilm irgendwie mehr - wenn auch genauso beiläufig - um Party und Liebe kümmert, vernachlässigt er die eigentliche Prämisse zum Teil doch gehörig.

Die Zeitreisen selbst sind relativ unspektakulär ausgefallen. Ein wenig Krachen hier, ein Zischen da - und schon wachen die Jugendlichen in einer anderen Zeit auf. Was erst mit Party und Spaß beginnt, endet schon bald mit dem - bei Zeitreisefans beliebten - Schmetterlingseffekt, auf den allerdings kaum bis gar nicht eingegangen wird, bzw. ist gerade er nur selten nachvollziehbar. Und allgemein erfährt man ungemein wenig über die Umstände der Zeitreisen. Alles passiert halt einfach so, irgendwie egal warum. Ich als großer Zeitreise-Fan war daher extrem enttäuscht. So wird beispielsweise nicht erklärt, warum nicht ein und dieselbe Person aus unterschiedlichen Zeiten am selben Ort sein kann, es geschieht einfach irgendetwas. Das ist so schade wie nachvollziehbar. Denn die Jugendlichen haben schließlich etwas anderes im Kopf und die Handkamera stets davor.

Found-Footage

Der Found-Footage-Stil kommt scheinbar nicht aus der Mode. Was allerdings zuletzt beim ähnlichen“ Film Chronicle“ ziemlich gut funktionierte, ist hier schon sehr seltsam. Denn nur selten ist nachvollziehbar, warum die Kamera an diversen Stellen überhaupt dabei sein muss, bzw. warum sie eben genau an diesem oder jenem Ort ist. Andererseits schafften es die Macher schon, Geschichte und Filmstil einigermaßen gut aufeinander abzustimmen.

Fazit

Wie schon viele vor mir muss ich eingestehen, dass der Film ungehörig viel Potential verschenkt hat. Zeitreisen sind ja schön und gut, allerdings nicht, wenn sie so beiläufig abgehandelt werden. Doch so sehr mich das oder die austauschbaren und flachen Charaktere auch gestört haben, das Ende hat mir - im Gegensatz zu zahlreichen vor mir - ganz gut gefallen.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Vielleicht.

Nächste Beiträge Minions Filmkritik Minions - oder wenn Sidekicks auf Reisen gehen. Die „Ich - Einfach unverbesserlich“ Filme führten kleine gelbe Knuddelfiguren ein, die ein jeder X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Rogue Cut) Filmkritik Am 16. Juli erscheint auf Blu-ray, DVD und Digital (bei letzterem schon etwas früher) der sog. Rogue Cut des aktuellsten X-Men-Films. 17 ganze
Neueste Beiträge Unvergessliche Filmszenen Call of Duty: Modern Warfare (2019) Review Micro Movies - die kürzesten Spielfilme der Welt Bye Bye Comics in Papierform Synthwave Hot & New #1 Argh! Ace Combat 7: Skies Unknown Mission 5 (444), du machst mich wahnsinnig! [Ein Frust-Review] Powernerd - Far From Human Album Review Joker Filmkritik Siamese Youth - Electric Dreams Album Review P.S. Ich diskriminiere dich Feuer frei: John Wick: Kapitel 3 vs. Bumblebee Mein aktuelles Lieblingsalbum: Tom Adams - Particles Game of Thrones Staffel 8 Review Star Trek - Unendliche Medien: Serien, Filme, Hörbücher... Standard oder Deluxe? Peppermint: Angel of Vengeance Filmkritik YouTube-Stars - endlich habe ich es verstanden! Game of Thrones Staffel 8: Dunkelheit und Dämlichkeit DARK Staffel 1 & 2 Review Billy Mays Band - Introspection Album Review 15 Minuten durch die Hölle mit Mein Bester & Ich Galaxy 80 - Moonwalk Album Review Stranger Things Staffel 3 Review Wolfenstein: Youngblood - 3 unscharfe Stunden auf der Switch Wolfenstein: Youngblood mit Synthwave Soundtrack Oscillian - Sentient Album Review Spider-Man: Far From Home Filmkritik Redout vs. Fast RMX (Nintendo Switch) Nintendo Direct - 13.02.2019 PatternShift - Vaskania Prime Album Review Synthwave im Tatort!