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Punisher #1 Review

Frank Castle ist zurück. Ein neuer Autor, vertraut-gelungene Zeichnungen und ein Punisher, wie man ihn kennt und liebt.

Bevor die neue Storyline beginnt, wandert der Blick auf 2 Hefte, die sich auf den Punisher im Gerichtssaal konzentrieren. Für seine Untaten steht er vor Gericht. Wieso weshalb warum? Man frägt eigentlich gar nicht danach. Doch irgendwie scheint mehr dahinter zu stecken. Dann, ganz am Ende, die erfrischende, wenn auch zum Teil erwartete, Auflösung, die den Punisher nun einmal Punisher sein lässt. Ich mochte die Geschichte um den Prozess sehr, fieberte stets mit, ob es nun wirklich zu Ende sei mit Frank und freute mich schlussendlich über die Auflösung. Hier setzte man nicht nur auf äußerst gelungene Zeichnungen abseits des Mainstreams, sondern auf eine insgesamt stimmige, verworren andere und dennoch typische Punisher-Geschichte mit einem vorerst zurückhaltenden Frank Castle. Toll!

Memento Mori

Damit geht es also los, Punisher #1 startet und damit eine ganz frische Storyline um den mordenden Superhelden”. Natürlich wird auch darin wieder auf seine Vergangenheit eingegangen, wenn auch nur kurz. Vielmehr geht es um eine neue Superwaffe, ein neues Schoßhündchen für Frank und Electro, über dessen Erscheinen ich so überrascht wie froh war. Denn im Gegensatz zu Jamie Foxx’ Electro im Film The Amazing Spider-Man 2, scheint dieser hier wirklich durch und durch böse zu sein. Das gefällt und fügt sich hervorragend ins Punisher-Universum ein.

Die neue Storyline legt den Fokus allerdings nicht auf Elektro. Er ist nur ein Handlanger, der eigentlich keiner sein will. Vielmehr geht es um Franks Einsatz für die Stadt und die damit verbundene Inspiration für Nachahmer und Gesetzeshüter. Wir erkennen einen Bandenkrieg, freuen uns über den Kampf um die Weltherrschaft und verlieben uns schließlich in das düstere Geschehen, das überzeugt, aber nicht mit Jason Aarons und Steve Dillons Punisher-Version mithalten kann.

Frank ist nicht unfehlbar, auch nicht als der Punisher. Er ist verwundbar und auch hin und wieder nachlässig. Doch Frank gibt nicht auf, so wie wir es von ihm gewohnt sind. Das macht ihn aus: Er ist ein Mensch, der einstecken muss, aber noch deutlich härter austeilt. Und alles aus einem Grund: Für Gerechtigkeit. Er ist ein Superheld ohne Rücksicht auf Verluste. Sozusagen der FSK18-Batman. Der Autor Nathan Edmondson fühlt der Figur auf den Zahn, hält sich kaum zurück und liefert uns eine rundum gelungene Geschichte, die sich nahtlos ins Punisher-Universum einfügt, nur um auch irgendwie darin verloren zu gehen.

Garth Ennis’ Punisher war großartig. Jason Aarons Punisher konnte locker mithalten. Und Nathan Edmondsons Punisher ist ein gelungener Frank-Auftritt, den man als Fan lesen kann und schließlich auch mögen wird. Dennoch vergisst man diesen Punisher deutlich schneller.

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