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Red Robin 5 Review

Red Robin kämpft diesmal nicht nur an der Oberfläche mit einer schwerbewaffneten Rächerin namens Promise, sondern auch im mysteriösen Unternet, sozusagen dem bösen Internet. (Als ob das nicht schon böse genug wäre…) Zum Glück sind da noch die Teen Titans, die helfend zur Hand gehen und entscheiden müssen, welcher Robin denn nun besser zu ihnen passt. Red Robin oder Unsympathie-Robin Damian Wayne.

Red Robin ist nicht umsonst eine der Comic-Serien, die ich sehr schätze. Tim Wayne ist einer der coolsten und tiefgreifendsten Charaktere im Batman-Universum. Auch in Band 5 darf er seine Kampf-, Sympathie- und Sprachfähigkeiten vollends ausleben. Tim Wayne ist ein sehr nachdenklicher und taktischer junger Mann, der mit einer großzügigen Portion Mut und Witz ausgestattet wurde, um den Bösewichten dieser Welt zu zeigen, wo der Hammer hängt. Dabei wissen vor allem die vielen nachdenklichen Momente zu gefallen, in denen er Situationen einschätzt, Verbindungen zur Vergangenheit herstellt oder einfach nur den nächsten duften Satz vorbereitet.

Band 5 ist wahnsinnig unterhaltsam, gewohnt gut gezeichnet und sprüht nur so vor Elan und Einfallsreichtum. Dummerweise ging es mit den Ideen einen Schritt zu weit. Das Unternet, eine Fantasiewelt für Schurken, die genauso wie das Internet durch Bits und Bytes funktioniert, fungiert als virtueller Schauplatz für diverse Kämpfe, in denen nichts unmöglich scheint. So gerne ich phantastische Welten auch mag, so ungern sehe ich es, wenn sie sich in unnötig verworrenen Erklärungen auflösen. Am Ende des Bandes weiß man zwar, dass es das Unternet gab und dieses viel zu detailliert erklärt wurde, frägt sich aber trotzdem, wie genau das nun funktioniert und warum man überhaupt noch drüber nachdenkt. Nachdem soviel Energie hinein gesteckt wurde, kann man nicht einfach hinnehmen, dass das Unternet eben das Unternet ist.

Der Neben”-Strang um die Teen Titans weiß da schon weitaus mehr zu gefallen. Einmal mehr wird klar, dass keiner Damian leiden kann. Nur für wen wird sich das Team entscheiden? Schließlich ist Damian schon länger dabei und ein Experte auf seinem Gebiet. Diese Situation sorgt für allerlei unterhaltsame Wortgefechte und eine (verstörende?) Auflösung.

Fazit

Red Robin ist (wieder einmal) richtig klasse. Die Geschichte ist gut durchdacht, extrem unterhaltsam und toll gezeichnet, dafür aber etwas zu verstrickt. Immerhin ist Tim Wayne (wie eh und je) ein absoluter Sympathiebolzen, der diesen Band erst so richtig lesenswert macht.

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