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Redemption — Stunde der Vergeltung Filmkritik

In Redemption” verfolgen wir das Leben von Joey Jones (Jason Statham), der nach einem Kriegsverbrechen zuflucht in den Gossen einer lebendigen Stadt findet. Als jedoch seine Pappschachtel-Mitbewohnerin Isabel verschleppt und getötet wird, sinnt er auf Rache.

Wir befinden uns in Afghanistan. Eine Einheit wird beschossen und mittendrin Joey Jones. Sekunden später ein harter Schnitt von der staubigen Gegend in eine farbenfrohe Großstadt. Joey wehrt sich nicht, als er von Schlägern in die Mangel genommen wird. Nur nicht auffallen lautet seine Devise, um dem Militärgericht zu entkommen. Mit gebrochenen Rippen schafft er es irgendwie den Schlägern zu entkommen und fällt in eine Luxusvilla, die glücklicherweise den gesamten Sommer über leer steht. Mit jeder Menge Geld, einem neuen Haarschnitt und teuren Anzügen versucht er sich als Mann für das Grobe. Doch schon bald erfährt er von Isabels Schicksal und krempelt daraufhin sein Leben um. Mittendrin im Geschehen erleben wir immer wieder die Nonne Cristina (Agata Buzek), die genauso wie Joey vor etwas weg läuft. Beide finden neben all dem zusammenhangslosen Ereignissen zueinander und verlieben sich sogar.

Redemption” wäre ein großartiger Film, hätte man mehr auf Details geachtet. So entsteht trotz der kurzen Laufzeit von nur 100 Minuten jede Menge Leerlauf. Das Geschehen wechselt von harten Schlägereien hin zu minutenlanger Stille, die eine gewollte Dramatik nicht zu vermitteln weiß. Diese Aspekte sind mehr als schade, da Jason Statham hier in einer durchaus ansprechenden Rolle glänzt, diese allerdings nicht immer auszufüllen weiß. Ebenso gefällt Agata Buzek als Nonne in Spe, die jedoch immer wieder vom Drehbuch ausgebremst wird. Daraus ergibt sich ein weiteres, schwerwiegendes Problem: So sympathisch die Schauspieler auch sein mögen, Mitgefühl mit den Charakteren, sowie Spannung und Dramatik, bleibt weitestgehend aus.

Würde man Redemption” auf das Wichtigste reduzieren, so wäre es die strahlende Stadt. Die Nachtszenen mit ihren leuchtenden Farben bleiben einem lange im Gedächtnis. Das ist allerdings so schön wie traurig, da einem nicht die Farben, sondern die Geschichte lange erhalten bleiben sollte. Aber machen wir keinen Hehl daraus, Redemption” ist ein astreiner B-Movie mit allen dazugehörigen Ecken und Kanten.

Fazit

Der durchweg ansprechenden Geschichte fehlt es an Feinschliff, sodass sie nicht nur lückenhaft, sondern zum Teil auch langatmig geraten ist. Statham als Kriegsverbrecher und guter Samariter macht im (seltsamerweise) maßgeschneiderten Anzug einmal mehr eine gute Figur, rettet den Actioner allerdings nicht über gutes Mittelmaß hinaus.

Blu-ray- und DVD-Start: 29.11.2013

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