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Savages Filmkritik

Es kommt nicht oft vor, aber hin und wieder fehlen mir die Worte nachdem ich mir einen Film angesehen habe. So zum Beispiel auch bei Oliver Stones Savages”. Wobei, ein Wort ist mir zum Ende hin dann doch noch eingefallen: unnötig.

Style vs. Sinn

Herr Stone, was haben Sie sich nur dabei gedacht? Nach diesem ansprechenden Trailer erwartete ich eine Art Army of Two”-Verfilmung (Videospiel) mit massig Blut, coolen Sprüchen und zwei unvergesslichen Hauptprotagonisten. Doch was habe ich bekommen? Einen grandiosen Benicio del Toro und ein kleines bisschen Blut, Ende. Mister Toro erlitt allerdings das selbe Schicksal wie auch die restlichen Darsteller: Er kämpft sich durch eine nicht vorhandene Story. Savages” handelt von 2 kiffenden Drogendealern, die aus dem Geschäft aussteigen wollen, letztendlich aber ihre geknidnappte, gemeinsame Beischlaffreundin aus den Fängen der bösen, bösen bösen Salma Hayek befreien wollen. Doch warum das Ganze? Wo ist der Sinn dahinter? Eine tiefere Botschaft? Nichts, gar nichts. Der Film ist nur dazu da, um da zu sein. Oliver Stone schien es nicht um eine schlüssige Handlung, überraschende Wendungen oder gar eingängige Oneliner zu gehen, sondern schlichtweg nur um ein stylisches Filmchen, das dann letztendlich absolut overstyled und zudem viel zu lang geraten ist. Denn wenn zum tausendsten Mal der psychedelische Soundtrack sein Quaken aus den Lautsprechern tönen lässt, liegen die Nerven auf Blankeis.

Aus diesem Dilemma retten einige nette Schusswechsel, sowie Benicio del Toro, der einen ziemlich einzigartigen Wahnsinnigen abgibt. Taylor Kitsch - von diesem Mann habe ich eh nichts erwartet - ist die Vietnam-Kampfmaschine ohne Hirn. Erinnert mich an zahlreiche andere seiner Rollen, beispielsweise die in Battleship. Aaron Johnson (“Kick-Ass) hat eine ziemlich schicke Frisur und ein nicht durchgängiges Lippenbärtchen. Dieser Bruch unterhalb seiner Nase zieht sich dummerweise auch durch sein gesamtes Acting. Mister Übercool, der erst Angst vor Waffen hat, letztendlich aber abdrückt, als gäbe es kein Morgen mehr. Oh man…

Ich brauche wohl nicht mehr zu erwähnen, dass Savages” eine DER Enttäuschung überhaupt für mich ist. Oliver Stone hat’s im Normalfall drauf, hier aber leider nicht. Positive Aspekte am Film musste ich mit der Lupe suchen, sodass letztendlich keine bessere Wertung drin war, die dennoch großzügig ausfiel. Und dabei bin ich noch nicht einmal auf das völlig absurde Ende eingegangen, das scheinbar überraschen sollte, letztendlich aber nur den krönende Abschluss einer Katastrophe darstellte.

Fazit

Das Beste am Film ist definitiv das Cover der Blu-ray und DVD. Es verspricht soviel, was der Film dann aber leider nicht im Ansatz hält. Zu sinnlos und zu lang, sprich einfach unnötig.

Ich habe mir Savages” auf DVD angesehen, die ab heute im Handel erhältlich ist. Der Ton ist klasse, auch wenn der Soundtrack nervt. Einziges Manko: Surround-Effekte sind selten. Das Bild ist gut, vor allem sehr farbintensiv.

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