Game of Thrones Staffel 8 Review

Game of Thrones Staffel 8 Review

2011 – 2019, so lange lief eine der wohl beliebtesten Serien der Welt. Basierend auf der Buchreihe A Song of Ice and Fire („Das Lied von Eis und Feuer“) von George R. R. Martin mauserte sich die Serie durch ihre erstklassigen Schauspieler, die großartigen Sets und Kostüme sowie natürlich die durch ihre zahlreichen Intrigen hochinteressante Story zum Fanliebling. Doch nun ist alles zu Ende. Die Serie brachte etwas zu Ende, wofür George R. R. Martin wohl noch viele Jahre brauchen wird. Schließlich haben die Macher einfach „selbst entschieden“, wie alles enden wird. Nun ja, soweit ich weiß im Ansatz, schließlich durfte George R. R. Martin das zumindest noch absegnen.

Gut Ding braucht Weile

Ich habe mir nun mehrere Tage Zeit gelassen. Ich musste nachdenken. Viel nachdenken. Die letzte Staffel mit ihren mageren 6 Episoden hat mich stark beschäftigt. Während des Sehens kam ich aus dem Lästern gar nicht mehr heraus. Doch im Nachgang bin ich mir nun gar nicht mehr so sicher, ob meine abfälligen Worte wirklich gerechtfertigt waren. Haben die Macher der Serie den krönenden Abschluss verpasst..?

In gewisser Weise wurde hier vieles richtig gemacht. Die wichtigsten (und übriggebliebenen) Helden und Anti-Helden hatten ihren mehr oder weniger würdigen Abschluss, aber immerhin einen Abschluss. Punkt. Viele offene Fragen wurden beantwortet und der Ausgang der Serie,… der ist wie so oft Geschmackssache.

Staffel 8 von Game of Thrones hatte durchaus ihre Highlights. Zwar war der langgezogene Kampf gegen den Nachtkönig mir persönlich etwas zu hektisch und viel zu dunkel, aber schließlich konnte eine Hauptfigur genau hier ihren großartigsten Moment der gesamten Serie leben.

Irgendwie stimmt es mich traurig. Alles vorbei. Kein Winterfell, kein John Schnee,… Ende. Tatsächlich ist es so, dass ich die Serie vermissen werde. Sie hat mich über Jahre begleitet. Spoilern aus dem Weg zu gehen war mein „Lieblingssport“, da ich es nie schaffte, eine Folge zur Premiere zu sehen. Doch all das gehörte dazu und machte letztendlich Spaß. Nun ist der König tot, lang lebe der König! Wer dieser ist, das wissen nur die Fans. Ob diese damit zufrieden sind? Nun ja, mit etwas Bedenkzeit ergab es schlussendlich irgendwie doch Sinn. So manch eine Tat kurz zuvor dafür weniger, Stichwort Daenerys Targaryen, die sich schleichend von einer meiner Lieblingsfiguren hin zum Hassobjekt entwickelt hat. Sollte es genau so sein? Vermutlich ja, schließlich sorgte ihre Abschlusstat meinerseits für trauriges Kopfschütteln.

Gut?

Ja, der Abschluss der Serie ist gut. Er ist nicht perfekt und auch irgendwie zu kurz geraten, obgleich zahlreiche Szenen während der einen oder anderen Episode viel zu lange gezogen wirkten. Nennen wir es die Ironie des Schicksals – irgendwie hat es genau darauf hinauslaufen müssen. Und schließlich schaffte man es mit einem Hauch Lächerlichkeit die Moderne und eventuelle zukünftige Geschichten zumindest anzudeuten.

Game of Thrones Staffel 8 ist für mich ein Liebe-Hassobjekt. Doch um ehrlich zu sein, finde ich persönlich es immer schwer, eine großartige Serie würdig abzuschließen. Ich für meinen Teil habe das bis dato nur bei Breaking Bad erlebt. Wenn ich dann aber beispielsweise an Lost denke… ach vergessen wir es einfach.

Ein Schlusswort noch zum Soundtrack. Ramin Djawadi schuf über die 8 Staffeln hinweg den wohl perfekten Soundtrack. Wirklich bewusst aufgefallen ist mir das allerdings erst mit Staffel 8. Kein Wunder, schließlich finden sich genau hier einige seiner großartigsten Kompositionen.

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Danke, Dein Dominik
Geschrieben von
Dominik Höcht
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