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Side Effects — Tödliche Nebenwirkungen Filmkritik

Ich mag das: Wenn sich Filme über die gesamte Laufzeit hinweg entwickeln und am Schluss zu überraschen wissen. Da stört es dann auch kaum, wenn der Anfang oder gar der gesamte Film etwas langatmig geraten ist.

Side Effects” zählt definitiv zu dieser Art Film. Er handelt von einer depressiven Frau (Rooney Mara), die aufgrund eines Medikaments ihren Mann (Channing Tatum mit Kurzauftritt) tötet. Die Nebenwirkungen sind schuld. Doch nicht nur sie muss darunter leiden, auch ihr behandelnder Psychiater (Jude Law). Doch letzten Endes kommt alles anders als gedacht.

Rooney Mara könnte man als Naturtalent bezeichnen. Ich habe wohl selten jemanden gesehen, der so spielend leicht einen depressiven Menschen darzustellen weiß, vor allem in Hinsicht auf die Wendung zum Ende hin. Mara verleiht dem Film über die gesamte Laufzeit hinweg das gewisse Etwas und harmoniert perfekt mit dem ebenso großartig agierenden Jude Law, von dem ich aber auch nichts anderes erwartet hatte.

Der Film entwickelt sich wie bereits erwähnt: Von einer Charakterstudie über einen Thriller hin zu einer verzwickt-genialen Verschwörungsgeschichte. Dabei gehen diese Genres fließend ineinander über und wirken nur im Ansatz langweilig. Der Film nimmt von Minute zu Minute an Fahrt auf und entlädt sich in einem bitterbösen Finale, das vielleicht erwartet kommt, aber dennoch den gewünschten (Side-)Effekt erzielt.

Negativ fällt an Side Effects” trotz der Laufzeit von nur etwa 106 Minuten eigentlich nur die gefühlte Länge auf. Hätte man die Geschichte hier und da etwas straffen können, wüsste auch der Erzählfluss deutlich besser zu gefallen. So aber kämpft man sich bis zum Ende durch und erfährt erst danach, dass es sich gelohnt hat dran zu bleiben.

Side Effects” ist ein zugleich verstörender und wohl durchdachter Thriller mit tollen darstellerischen Leistungen und zumeist überraschenden Wendung.

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