Wolfenstein: Youngblood – 3 unscharfe Stunden auf der Switch

Wolfenstein: Youngblood – 3 unscharfe Stunden auf der Switch

Wolfenstein: Youngblood – 2 Tage vor Erscheinen.

Wo sollte ich das Spiel nur kaufen? Dass ich es spielen würde, stand außer Frage. Doch nachdem ich seit einiger Zeit stolzer Switch-Besitzer bin und das Spiel auch dort erscheinen sollte, kam ich ins grübeln. Die ersten beiden Wolfenstein-Spiele habe ich auf der PS4 gespielt. Und genau dort war alles prima. Außerdem wusste ich, dass wenn ich Youngblood auf der Switch erwerben würde, ich nicht diese tolle Grafik erwarten dürfte. Doch folgendes ließ mich nicht los: Wolfenstein im Handheld-Modus?! Genial! Und nachdem so manch einer im Web darüber schwärmte, was Panic Button doch an großartiger Umsetzung vermochte, habe ich das Spiel für die Nintendo Switch vorbestellt.

Ein Fehler?

Nicht direkt. Ich war schlichtweg etwas anderes gewohnt. Auf der PS4 sah alles wunderbar aus. Knackig scharf und flüssig – das machte einfach Spaß. Als ich dann das Spiel zum ersten Mal im Handheld-Modus startete, kam ganz schnell die Ernüchterung. Die Videosequenzen ruckeln. Nicht extrem, aber sie ruckeln. Enttäuschend. Und nachdem ich dann die Blazkowicz-Schwestern Soph & Jess kennengelernt habe, wurde ich direkt in die Suppe das Spiel geworfen.

Das Spiel ist unscharf. Ständig. Nur selten stellt sich irgendetwas in unmittelbarer Nähe im Ansatz scharf. Zwar ist das Gameplay flüssig und so spaßig wie eh und je, doch die fehlenden Details machen mir als verwöhnten Wolfenstein-Spieler schon sehr zu schaffen. Schließlich ist es so, dass ich die Gegner und Waffen bereits aus dem Vorgängerspiel kenne. Und genau diese habe ich für ihre Details und Animationen geliebt, was hier schlichtweg untergeht. Schade.

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Was ich allerdings – erneut – positiv hervorheben muss: Das Spiel lässt sich überraschend gut im Handheld-Modus spielen. Mit den Joy Cons an der Switch habe ich nur selten Probleme den Gegnern das Licht auszuknipsen.

Angedockt.

In meiner kleinen Verzweiflung (ich hatte dennoch viel Spaß beim Zocken) habe ich die Switch dann noch ins Dock gesteckt. Und siehe da. Was vorher unscharf war, war urplötzlich nicht mehr ganz so unscharf, wenn auch immer noch weit entfernt von der Brillanz einer High End Konsole. Aber gut, mit dem Pro Controller der Switch und der etwas höheren Auflösung sowie der besseren Schärfe hatte ich gleich noch einmal soviel Spaß.

Was werde ich machen? Ich werde Wolfenstein: Youngblood selbstverständlich zeitnah durchspielen, egal wie es aussieht. Und wenn ich dann noch verrückter bin, werde ich es – bei einer kleinen Angebotsaktion – für meine PS4 noch einmal kaufen. Warum? Vermutlich einfach nur, weil ich verwöhnt bin. Wüsste ich nicht, wie es aussehen kann, könnte ich auch mit der Switch-Fassung leben. So allerdings habe ich jede Minute das Gefühl, dass irgendetwas fehlt.

Hier habe ich noch ein schönes Vergleichsvideo gefunden:

Zusammengefasst

Handheld

Eigentlich immer unscharf/matschig. Die Videos ruckeln, das Gameplay hingegen ist flüssig.

Docked

Sichtbar schärfer, dennoch nicht perfekt. Die Videos laufen flüssiger, das Gameplay ist flüssig.

Geschrieben von
Dominik Höcht
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