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Stieg Larsson: Verblendung 2 Review

Monate musste ich warten, doch nun ist Verblendung 2” aus dem Hause Panini endlich bei mir aufgeschlagen und hat tatsächlich auch eingeschlagen. Die Geschichte ist wohl durchdacht und so hart wie eh und je. Denise Mina erzählt ihre eigene Version, bleibt den Grundsätzen dabei aber treu.

Wie bei Verblendung 1 bereits festgestellt, machen sich auch hier deutlich Lücken in Form von (zum Teil) undurchschaubaren Zeitsprüngen bemerkbar. So enttäuschen und verwirren diese zuweilen, stören den Erzählfluss für Kenner des Originals aber nur geringfügig. Demnach bleibt man locker am Ball und ist lediglich aufgrund der etwas zurückgeschraubten Härte leicht enttäuscht. Versteht mich hier aber nicht falsch! Denn obgleich man viel Blut und Brüste zu sehen bekommt, wird, genau wie im Vorgängerband, nicht auf weit explizitere Bilder gesetzt, wie man sie von (beispielsweise) der Filmvorlage gewohnt” ist. Als Negativpunkt sollte man genau das dem Comic allerdings nicht anrechnen. Schlussendlich ist die Geschichte auch so äußerst spannend.

Teil 2 erzählt die Geschichte logischerweise weiter und setzt dabei ebenso auf einige neue Elemente, die ich so noch nicht kannte. Wie gesagt, Denise Mina erzählt hier ihre eigene Variante, die sich nicht immer besonders schön lesen lässt, aber aufgrund Leonard Mancos und Andrea Muttis gelungenen - wenngleich einfachen - Zeichnungen auf jeden Fall schön anzusehen ist. So wussten mich vor allem die Gesichter der Figuren zu begeistern, die besonders ausdrucksstark ausgefallen sind.

Wer die Vorlage und Comics mag, sollte auf jeden Fall zu dieser Variante greifen. Denise Mina wusste sehr gut, wie man den komplexen Stoff in einen kurzweiligen Comic packt. Dazu die überzeugenden Zeichnungen - voilà, Stieg Larssons Verblendung lebt noch lange nach seinem Tod weiter.

Fazit

Trotz (notwendiger) Lücken packend geschrieben und vor allem auch ansprechend gezeichnet - das ist Verblendung” von Denise Mina, Leonardo Manco und Andrea Mutti.

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