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Stilz - Starcrash Album Review

Am 13. Januar 2017 erscheint mit Starcrash Stilz’ brandneues Album unter der Flagge Lazerdiscs Records. Stilz entführt uns mit diesem Album in die unendlichen Weiten des Universums. So erwarten den Hörer spacey Tunes und abwechslungsreiche Beats je nach aktueller Position und Ausrichtung zwischen den Sternen.

Ich habe mir das Album bereits mehrfach angehört und bin richtig stolz auf diesen Künstler. Stilz beweist einmal mehr sein Geschick für diesen modernen Synthie-Sound der lovely 80s. Stilz wird von Release zu Release besser. Dabei fügt er dem typischen Retro-Feeling seine ganz eigene Note hinzu. Der Künstler beschreitet mit Starcrash” eine Brücke hin zur Moderne, auf der ihn John Carpenter und Giorgio Moroder gefühlt begleiten. Sein Ausflug ins Weltall macht Spaß und eignete sich hervorragend als Soundtrack bzw. Score. Und dennoch: So ganz glücklich bin ich mit diesem Release dann doch nicht.

Starcrash”, die Kooperation mit Takahashi Jones, klingt erst einmal atemberaubend schön. Nicht selten raste mir Captain Future” in Lichtgeschwindigkeit durch die Gehörgänge. Stellt euch folgendes vor: Ihr düst mit eurem schnittigen Testarossa-Raumschlitten durch die Milchstraße, ein bitterböser Feind im fliegenden Müllwagen im Schlepptau. Die Geschwindigkeit erhöht sich, die Sterne verkommen sich zu leuchtenden Schlieren. Diese Szene gibt Starcrash” wieder. Ganze 3:42 Minuten ohne großartig davon abzuweichen. Es ist ein Dauerrausch, entstanden durch endlose Adrenalinschübe. Und genau das ist sowohl Segen als auch Fluch. Denn wie bereits erwähnt eignete sich das ausgezeichnet als Score für die soeben benannte Szene. Ebenso akzeptiere ich das als Hintergrundmusik für gedankenverlorene Minuten. Doch zum intensiven Hören und Entdecken bietet Starcrash” zu wenig.

Auch Test Pilot” und die darauf folgenden Tracks gehen da einen ganz ähnlichen Weg. Zwar befinden wir uns bei Test Pilot” in einer Erkundungsphase mitsamt herabregulierten Beats per minute, doch was dann? Es geht weiter und weiter und weiter. Und vielleicht möchte Stilz uns mit dem Album Starcrash” sagen, dass es immer weiter geht. Ich interpretiere es einfach einmal so und verweise dennoch auf andere Spacetrips, die man in Sachen Abwechslung in Betracht ziehen sollte: Zombie Hyperdrive — Hyperion, Waveshaper — Station Nova oder Dynatron — The Rigel Axiom.

Starcrash” ist zu 62,5 % Action pur und zu 25 % Exploration. Beats und Sounds wechseln nicht innerhalb der Tracks, sondern untereinander. Stets wird man als Hörer getrieben. Hier gibt es kein Halten, bis man das Ziel erreicht hat - so scheint es zumindest. Wenigstens die restlichen 12,5 %, die sich in Light Years” wieder finden, weichen vom bis dahin eingetrichterten Konzept ab. Die stillen und Atmosphärischen Synthie-Sphären vermengen sich nach etwa der Hälfte nahtlos mit bewegenden Bass-Lines. Doch obgleich das so gechillt wie motivierend klingt, fehlt auch hier ein wenig die Abwechslung.

Zusammenfassend ist Starcrash” ein überzeugendes und zweckgerichtetes Werk des Künstlers. Stilz erweitert sein sowieso beachtliches Repertoire um einen Space-Score, der abseits der gedachten Filmszenerie leider etwas den Überraschungsmoment vermissen lässt.

Hinweis: In die Tracks 9 - 11 konnte ich leider noch nicht reinhören. So nehmen diese keinerlei Einfluss auf die Wertung. Sobald diese Tracks zur Verfügung stehen, werden sie mit in das Rating aufgenommen.

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