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Storm Hunters Filmkritik

Gestern war ich seit langer, langer Zeit endlich mal wieder im Kino. Die Wahl fiel auf Storm Hunters, einen Katastrophen-Film, der mich seit dem ersten Trailer reizte. Damit wäre es dann wohl an der Zeit, sich als großer Twister-Fan zu outen. ;)

In Storm Hunters geht es dem Namen nach um ein paar Sturmjäger, die außer Kohle kaum etwas anderes im Kopf haben. Tornado-Videos gegen Geld lautet die Devise. Doch in Wahrheit ist der Film ein kleines Familiendrama, mehrfach angereichert mit großartigen CGIs und lächerlichen Einlagen.

Nachdem ich Storm Hunters im Kino gesehen hatte, war dann auch schon Twister an der Reihe. Und wisst ihr was? Das Heimkinoerlebnis war besser!

Twister machte 1996 vieles richtig. Spektakuläre Aufnahmen, zwei gut ineinander verschlungene Stories und ein akzeptabel-unterhaltsamer Humor. Vor allem die beiden erzählten Geschichten, in denen es zum einen um die Erforschung der Wirbelstürme ging und zum anderen um die Beziehungskiste zwischen Bill und Jo, wussten zu gefallen. Zugleich waren die verrückten Charaktere um Bill und Jo die abenteuerlicheren und damit auch überzeugenderen Sturmjäger als jene, die wir nun in Storm Hunters zu sehen bekommen.

Nun zu Storm Hunters. Um eine Art found footage zu rechtfertigen, filmen zwei Jungs jede erdenkliche Szene im Film für eine Zeitkapsel. Dazu gesellen sich Aufnahmen der Sturmjäger, die zahlreicher Überwachungskameras und jene zweier Youtube-Möchtegernstars, die nur auf Klicks aus sind. Der Film beginnt wie Twister mit einer kurzen aber heftigen Einführung. Vier Jugendliche werden von einem Tornado weggerissen und sterben. Pete, der Anführer der Sturmjäger, ist mächtig böse auf die (wenig überzeugende) Tornado-Forscherin Allison, die ihn immer wieder in die falsche Richtung schickt. So hat das Grüppchen, ausgestattet mit einem Panzerfahrzeug, seit über einem Jahr keinen Tornado mehr aus der Nähe gesehen. Das Geld der Sponsoren wird also knapp und die letzte Chance ist ein Sturm in Silverton. Kaum ausgesprochen, schon fallen riesige Hagelkörner vom Himmel. Mehrere Wirbelstürme bilden sich, bis hin zum finalen F5, der Stadt und Sinn völlig wegfegt. (Wir kennen das ja von Twister.)

Während sich die Sturmjäger zumeist recht dämlich anstellen und die zwei Vollidioten versuchen weitere Klicks zu erhaschen, sucht ein Vater nach seinem verlorenen Sohn. Gemeinsam mit seinem zweiten Sohn fährt er in bester Fast & Furious 6-Manier auf einem 4-Meilen-Abschnitt gefühlte 40 Meilen. Zwischendurch ist Papa der unscheinbare Held, der sich durch keinen Wirbelsturm aus der Ruhe bringen lässt. So rettet er mal schnell Allison und weiter geht’s. Irgendwann erreichen Papa, Allison und Sohnemann 2 eine eingestürzte Fabrik und damit Sohnemann 1, der just in diesem Moment am Ertrinken ist. Wenig später naht dann auch schon der F5, optisch so spektakulär wie jeder Tornado im Film, aber mehr auch nicht. Das Verhältnis Drama/Sturmjäger liegt in Storm Hunters bei gefühlten 70/10 %. Die restlichen 20 % sind für die Tornados vorbestimmt, die sich so konstruiert bewegen, wie auch Darsteller und Geschichte. Denn so atemberaubend ein Feuertornado auch sein mag, warum verharrt er gerade an der Stelle, an der er das Feuer aufsaugen kann? Und warum steht der ängstlichste aller Sturmjäger gerade bei diesem nur wenige Meter weg um zu filmen? *facepalm*

Zusammenfassend ist Storm Hunters für Sturm-Fans ein unterhaltsamer Twister-Abklatsch mit den besseren Effekten, dafür aber nur selten fesselnder Story und zum Teil äußerst dämlichen Charakteren.

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