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Synchronicity Filmkritik

Zeitreisen - großer Mumpitz ist das. Ob zurück in die Zukunft oder vor in die Vergangenheit, alles ganz großer Käse, eine physikalische Unmöglichkeit. Und dennoch: Filme zu dieser Thematik gibt es zuhauf.

Einer dieser Filme ist Synchronicity”, ein Independent-Film, der auf dem Fantasia International Film Festiva 2015 zahlreiche Fans fand. Und in der Tat, der Film ist äußerst stylish mit seiner Blade Runner”-Optik, überzeugt mit seinem Blade Runner”-like Soundtrack und gefällt zudem mit seinen Darstellern, und das obwohl man viele von ihnen in diesem Film zum ersten Mal sieht.

Story

Der Physiker Jim Beale (Chad McKnight) erfindet eine Maschine, die die Grenzen von Zeit und Raum überwinden kann. Bei einer Testrunde taucht eine seltene Blume, eine Dahlie, aus der Zukunft auf. Nun muss er das passende Pendant der Blume aus der Gegenwart finden, um zu beweisen, dass seine Erfindung funktioniert. Die Blume findet er in den Händen einer mysteriösen Frau namens Abby (Brianne Davis), die ihn verführt, um ihm Informationen zu seiner Zeitmaschine zu entlocken. Als Jim realisiert, dass er der Femme Fatal zum Opfer gefallen ist und sie ihm wichtige Dinge über seine streng geheime Erfindung entlockt hat, reist er zurück in die Vergangenheit, um sie zu stoppen, bevor er erneut sein Wissen ausplaudern kann. Doch zurück in der Vergangenheit findet Jim ein paar überraschende Dinge über sich, seine Maschine und Abby heraus, die sein Leben für immer verändern könnten…

Dreigeteilt

Synchronicity” ist im ersten Drittel einfach nur unschlüssig und verwirrend. Im zweiten Drittel beginnt der Film dann zu erklären und zu erklären. Hier befinden wir uns inmitten des Parts der wiederholten Zeitreise, die die Geschehnisse des ersten Drittels aus einem anderen Blickwinkel darstellt. Und schließlich verwirrt das letzte Drittel erneut, das einem Predestination alle Ehre macht. Zwar entfällt hier zu einem Großteil die Frage nach der Henne und dem Ei, doch ein wirkliches Verstehen der Ereignisse bleibt auch hier weitestgehend aus. Das Problem hierbei sind allerdings weder Physik noch die Theorie, sondern Lücken im Drehbuch. Irgendwo zum Ende hin hakt es urplötzlich gewaltig. Das große Gesamtbild ergab für mich irgendwie kaum noch Sinn, bzw. nur dann, wenn ich beide Augen und die mehrerer Freunde mit der Kneifzangen zudrückte.

Bei Zeitreise-Filmen ist das ja generell so eine Sache mit dem Verständnis, bzw. der Logik. Ob das nun alles so stimmt oder nicht, steht wohl noch auf ewig in den Sternen. Und so dürfen Autoren und Regisseure freudig aus ihrer Phantasie und den theoretischen Werken der bedeutendsten Physiker schöpfen, letzteres aber auch nur, wenn man - soweit möglich - Wert auf Authentizität legen möchte. Ich habe zuletzt geschrieben, dass Synchronicity” zum Ende hin wenig bis gar keinen Sinn mehr ergibt. Das ist so nicht ganz richtig. Denn wenn man möchte, kann man schon irgendetwas hinein interpretieren. Und genau diese Schlussfolgerung, die man dann hineinlegt, entscheidet darüber, ob man den Film mag oder nicht.

Synchronicity” ist für mich vor allem eines: Ein sowohl optischer als auch akustischer Leckerbissen inmitten verwirrender Drehbücher. Diese wurden vermutlich von ein und demselben Autor aus mehreren Paralleluniversen verfasst, der sich mit sich selbst nicht immer so ganz einig gewesen sein wurde. Strange.

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