Furi Original Soundtrack Review

Meine Geschichte zum „Furi“-Soundtrack? Durch einen Tweet wurde ich auf das Spiel „Furi“ aufmerksam, das mir schon auf den ersten Blick sehr zusagte. Grandiose Optik, scheinbar noch besserer Soundtrack. Irgendwo stieß ich auf den Namen Carpenter Brut, daraufhin war es schnell um mich geschehen. Durch ein wenig Recherche fand ich ihn dann auch schon, den Soundtrack zum Spiel auf Bandcamp! Mit 15 EUR wahrlich kein Schnäppchen, aber hinsichtlich des Aufgebots durchaus angemessen: Carpenter Brut, Danger, The Toxic Avenger, Lorn, Scattle, Waveshaper und Kn1ght geben sich die Ehre. Und was sie da vom Besten geben ist atemberaubend.

Carpenter Brut

Carpenter Brut steuerte insgesamt 4 Tracks zum Soundtrack bei, die es wahrlich in sich haben. „Time to wake up“ bildet das Intro zum Soundtrack mit dem von Carpenter Brut gewohnten Sound. Daraufhin folgen beinahe schon episch anmutende (Sound-)Tracks, mal bitterböse, mal treibend bis zum Anschlag. Dabei darf sich „You’re mine“ wohl als actionreichster Track aus seinem Sortiment brüsten.

Carpenter Brut liefert hier erstklassigen Sound, wobei nicht nur einer seiner Tracks in den jeweils anderen greift, sondern generell eine wunderbare Verbundenheit zwischen den Künstlern im Allgemeinen besteht. Der Soundtrack ist so in sich äußerst stimmig.

Waveshaper

Waveshaper begeisterte mich zuletzt mit seinem Album „Station Nova„, das mit seinem Space-Sound bereits epische Züge zu bieten hatte. Zum „Furi“-Soundtrack steuerte er mindestens genauso epische Tracks bei. So beginnt „A picture in motion“ wie eine Sci-Fi-Opera, nur um mit „Wisdom of rage“ in einer Weltraumschlacht auszuarten. Daraufhin folgen zwei weitere Tracks des talentierten Künstlers, die etwas mehr „Drive“-Feeling aufbieten, sich aber dennoch wunderbar in den Soundtrack einfügen.

Lorn

Lorn war mir bis dato unbekannt, genauso wie sein Sound. Ich könnte nicht behaupten, dass ich schon jemals etwas von seiner Arbeit gehört hätte, nicht einmal aus Zufall. Und so wirken seine 2 Tracks auch völlig andersartig und neu, perfekt für einen Soundtrack zu einem adrenalingeladenen Game. Dabei bewegt sich der Stil irgendwo zwischen bitterbösem Score und Darkwave-Sound. „Unraveled“ und „Set me free“ sind sehr gut, wenn auch vermutlich während des Spiels deutlich passender als ohne die optische Vorlage.

The Toxic Avenger

The Toxic Avenger lieferte insgesamt 3 Tracks ab, wobei es sich bei einem davon um einen eigens produzierten Remix handelt. The Toxic Avenger setzt dabei auch als einziger Künstler auf den Einsatz von Lyrics, bzw. Menschenlauten, wenn man es denn so nennen will. Gerade durch letzteres grenzen sich seine Tracks deutlich von den seiner Kollegen ab. Zusätzlich dazu gefiel mir sein Einsatz von Acid-Sounds, die ich so schon lange nicht mehr hören durfte. In sich ist sein Beitrag stimmig, zum großen Gesamtkonzept einfach eine gelungene Ergänzung.

Scattle

Scattle bietet mit insgesamt 2 Tracks Abwechslung. „Love and madness“ ist einfach nur wunderschön. Die dazugehörige Spielszene kann ich mir, obgleich ich das Spiel noch nicht kenne, bildlich vorstellen. „Shambles“ hingegen scheint dafür direkt aus der Hölle hoch gekrochen zu sein. Ein bitterböser Track, in gewisser Weise der furchterregendste des gesamten Albums.

Kn1ght

Kn1ght ist mit „A big day“ erst nachdenklich, wird dann allerdings mit „Something memorable“ übergangslos aufrührerisch. Allen voran „A big day“ hat es mir durch seine „Blade Runner“-Atmosphäre unheimlich angetan. Ich spüre bei jedem erneuten Hören eine gewisse Kälte, die mir Gänsehaut am ganzen Körper beschert.

Danger

Danger ist mit 5 Tracks der Spitzenreiter. Und nicht nur das, denn auch in Sachen Sound hat mir Danger am besten gefallen. Schon mit „6:24“ beweist er, was er auf den Kasten hat: Geradezu furchtbar epische und drückende Sphären, dazu ein mitreißender Drum und packende Basslines. Die Melodie geht durch Mark und Bein, der Rhythmus ist genial. Dazu diese knackende Vinyl-Atmosphäre – perfekt! Für mich der beste Track des Soundtracks.

Es folgen „7:53“, „8:02“, „19:06“ und „19:07“. Allesamt nicht minder genial, gehen sie beinahe schon nahtlos ineinander über. Dabei erzählt Danger für sich allein die Geschichte des Helden aus „Furi“. Ihr werdet seine Arbeit lieben!

Zusammenfassend ist der Furi Original Soundtrack sowohl für Soundtrack- als auch für Synthwave-Fans eine absolute Empfehlung. Sage und schreibe 7 Künstler steuern einige ihrer besten Tracks zum Gesamtwerk bei, das in sich absolut stimmig klingt. Der Soundtrack ist episch, treibend, bedrückend, wunderschön – einfach nur erstklassig. Und jetzt will das TL80s Team unbedingt das Spiel spielen!

Furi Original Soundtrack Download/Stream

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Furi Original Soundtrack Tracklist/Rating

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2 Kommentare zu „Furi Original Soundtrack Review“

  1. Ein unglaublich guter Soundtrack, wenn auch mit wenig Spielemusik-Charakteristika. Aber das macht ja nichts, wenn man nicht nur Spielemusik, sondern auch Synthwave hört. 😉

    Es gibt eigentlich keinen wirklichen Aussetzer. Jeder Musiker hat mit jedem einzelnen Track ein gut hörbares Stück abgeliefert, die auch gut ineinander greifen und das Album eine Art roten Faden geben, aber dennoch die unterschiedlichen Stile herauszuhören sind. Top!

    Ich weiß nicht, ob ich mir das Spiel hole, aber das Album auf alle Fälle!

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