Scattle – Visitors EP Review

Scattle – Visitors EP Review

Scattle dürfte seit der noch sehr frischen Veröffentlichung des Furi-Soundtracks unter zahlreichen Synthwave-Fans (erneut) für Begeisterung sorgen. Der talentierte Künstler aus Kalifornien überzeugte bereits 2012 mit seiner Takedown EP zum Retro-Brutalo-Game „Hotline Miami“. Heute allerdings gibt es ein paar äußerst positive Worte zur „Visitors EP„, erschienen im April 2014. Ein Oldie & Goldie sozusagen.

Schon der titelgebende Track „Visitors“ begeistert mit erstklassigen Synthesizer-Klängen, einem treibenden Beat mitsamt packender Bassline sowie mitreißender Melodie. 80s-Flair und eine gewisse Horror-Atmosphäre gehen hier perfekt Hand in Hand. Der Track ist ungemein unterhaltsam, motivierend und mehrfach überraschend. „Serrated“ überzeugt daraufhin mit einer schmutzig-genialen Bassline und reißerisch-harter Melodie, einmal quer durch den Verzerrer gejagt.

„Bloodline“ ist eines dieser Paradebeispiele für einen durchweg gelungenen 80s-Synthie-Soundtrack. Ob nun für einen Cop-Film oder die Minuten des Helden inmitten eines Schockers, „Bloodline“ eignet sich in mehrerlei Hinsicht für die unterschiedlichsten Lebenssituationen. Der darauffolgende Track „Pacemaker“ bietet daraufhin deutlich mehr Club-Atmosphäre, Geschwindigkeit und Chiptune-Einsatz. Ich stelle mir hier gerne ein extrem schnelles und zeitkritisches Arcade-Game vor, die Hände verkrampft und nervös zitternd am Joystick.

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„Remorse“ schließt die EP äußerst atmosphärisch und damit sehr gefällig ab. Der Track ist eine wunderbare Erfahrung, die schlussendlich mit 2 Remixes von Carpenter Brut und im Hotline Miami 2 Edit abgerundet wird.

Zusammenfassend ist Scattle’s „Visitors EP“ ein wahres Sahnestück, das heute so aktuell und bedeutsam ist, wie bereits im Jahr 2014. Die Tracks haben nichts von ihrer Faszination eingebüßt und damit ist die EP eine Empfehlung durch und durch.

Das fantastische Artwork stammt von Niklas Åkerblad.

Scattle – Visitors Download/Stream

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Scattle – Visitors Tracklist/Rating

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Geschrieben von
Dominik Höcht
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1 Kommentar
  • Ich wurde damals mit synthwave über den hotline miami ost angefixt. Heute 2017 mal wieder das Bedürfnis verspürt, irgendeinen genre vertreter über bandcamp zu supporten. Mal wieder zwischen mavs, lazerhawk, waveshaper und Le Matos prokrastiniert. Zu teuer für mein Paypal. Dann diesen frühen Meilenstein für 5,50 bei bandcamp wiederentdeckt. Pacemaker würde heut immer noch jeden dancefloor füllen. Plus Carpenter Brut sind immer gut. Htte mehr bezahlt.