The Rise Of The Synths (Official Companion Album) EP 1 Review

So jung, und doch eine so lange Geschichte: „The Rise Of The Synths“. Anfang 2016 noch als Kickstarter-finanzierte Doku über Synthwave geplant, verpasste diese das Ziel von 150.000 EUR um knapp die Hälfte. Doch die potentiellen Macher gaben nicht auf. Einige Monate später starteten sie einen erneuten Versuch über Indiegogo und hatten Erfolg! Die Kampagne wurde finanziert, die Arbeiten am begehrten Filmprojekt konnten endlich starten.

Unterstützer, wie wir von TL80s, hatten die Möglichkeit in diverse Betragsstufen zu investieren, so beispielsweise in eine, die zum einen natürlich den Film in HD zum Download bieten würde, zum anderen auch den Soundtrack, der – wie wir nun wissen – in 2 EPs aufgebrochen wurde. Die erste dieser EPs ist nun seit gestern über das Label Lakeshorerecords verfügbar und eignet sich geradezu hervorragend für eine Dokumentation zum Thema Synthwave. So ist allen voran der (Achtung, Wortneuschöpfung) Epicness-Anteil entsprechend hoch ausgefallen. Die Stücke, unter anderem von Legende Giorgio Moroder, machen jedenfalls verdammt viel Lust auf mehr!

Diese erste EP bietet insgesamt 7 Tracks von unterschiedlichen Künstlern. Darunter, wie bereits erwähnt, Giorgio Moroder, Carpenter Brut oder Dance With The Dead. Beginnen wir mit dem Intro „Triage“ von Giorgio Moroder & Raney Shockne, das definitiv zu kurz ausgefallen ist. Gerade zum Ende der gerade einmal 2:24 Minuten hin rockt die Epicness alles weg. Doch sozusagen direkt am Gipfel angelangt bricht der Track ab – schade. Hier hoffen wir doch sehr auf eine Fortsetzung bei EP Nr. 2. Carpenter Brut bleibt daraufhin mit „Night Stalker“ seinem ehrwürdigem Stil treu. Der Track ist schmutzig, hart und düster, aber stets auch mitreißend. Und auch Dance With The Dead zeigen mit „Dead Of Night“ was sie drauf haben, bzw. schon immer drauf hatten. Nichts ist wirklich neu aber dennoch so umwerfend wie eh und je. Ein äußerst treibender und zugleich schöner Track, der mit Kopfwipp-Garantie daher kommt.

Jetzt wo wir alle bereits benannten Künstler durch haben, wandern wir weiter zu OGRE, der mit „Rebar (Prologue)“ einen motivierenden Track ganz im Stile eines „Tick Of The Clock“ von The Chromatics (bekannt aus dem Film „Drive“) schuf. Mit „Rebar“ bewegt sich OGRE auf seinen bereits zuvor beschrittenen Score-Wegen und schmeichelt sich damit selbst. Lazerhawk präsentiert uns mit „A Hero’s Journey“ Space-Synth auf höchstem Niveau: Höchst nachdenklich und wunderbar eingängig – der perfekte Track für eine Doku.

Mega Drive’s „Stargate“ entzückte mich binnen Sekunden durch seine Andersartigkeit. Auch dieser Track bewegt sich ganz klar im Soundtrack-/Score-Milieu und fügt sich damit wunderbar in dieses gut aufeinander abgestimmte Gebilde ein. Mit etwa 7:30 Minuten Länge bildet Voyag3r’s „Appearance Of The Mysterious Traveler“ das Schlusslicht, das allerdings mitnichten auf einem letzten Platz landen sollte. Im Gegenteil: Dieser Track macht sich die rockigen 80s, wenn nicht sogar 70s zum Vorbild und weicht damit vom bis dahin beinahe schon gewohnten Bild der EP ab. Doch alles an Abwechslung ist in gewisser Weise großartig und so auch dieser Track!

Zusammenfassend macht diese EP nicht nur unheimlich viel Spaß, sondern allen voran den Mund noch wässriger als er eh schon ist. Wir warten auf diese Dokumentation, wir können es kaum noch abwarten! Ach ja, EP Nr. 2 möchten wir btw. auch sehr bald hören, wobei wir da ja schon wissen, dass wir (nur noch) bis Juni warten müssen.

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