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The Dark Knight Rises Filmkritik

The Dark Knight Rises” spielt 8 Jahre nach The Dark Knight, in dem Batman die Schuld am Tod von Harvey Dent (Two-Face) auf sich nahm. Bruce Wayne hat sein Alter Ego Batman in Rente geschickt und sich selbst im Ostflügel von Wayne Manor verschanzt. Erst das Auftauchen von Bane reißt den dunklen Ritter aus dem Winterschlaf, um ein letztes Mal für Gotham zu kämpfen.

Lange haben die Fans gewartet und nun ist es endlich soweit. Christopher Nolans letzter Batman-Film läuft im Kino und ist - wie erwartet - eine Wucht, allerdings mit Punktabzug. Ohne zuviel zu verraten schildere ich euch, warum man als Batman-Fan überglücklich und gleichzeitig ein klein wenig enttäuscht sein darf.

Beginnen wir also mit der…

Geschichte

8 Jahre später, Bruce Wayne ist gealtert, Batman ist von der Bildfläche verschwunden. Viele alte und neue Gesichter überraschen im Film und erzählen die Geschichte eines Kriegers, der zu seinen Wurzeln zurückfinden muss. Die Story ist dicht und hält einige großartige Wendungen bereit. Viele einprägsame Szenen orientieren sich an diversen Comicvorlagen und wurden leicht abgewandelt in die realistische Batman-Verfilmung gepackt. Und trotz zahlreicher neuer Handlungsstränge schafft es der Film mit Leichtigkeit (und zahlreichen Rückblenden) Verbindungen zu Batman Begins” und The Dark Knight” herzustellen ohne dabei zu überfordern.

The Dark Knight Rises” ist zugleich emotional und actionreich, traurig, witzig und intelligent. Er macht sich alle guten Eigenschaften der Vorgänger zu Nutze und ist für Batman-, bzw. Comic-Fans tatsächlich ein gelungener Abschluss, wäre da nicht eine kleine Sache…

Bane

Nach der herausragenden Darbietung des leider verstorbenen Heath Ledger als Joker stand seit der Ankündigung des 3. Teils die Frage im Raum, wer ihn wohl ersetzen, bzw. übertreffen könne. Bane (Tom Hardy) sollte dieser Mann sein und macht seine Sache zwar gut, aber nicht perfekt. Dazu fehlen ihm erst einmal die passenden Gesichtsausdrücke, die ihm seine Maske verwehren. Auch seine deutsche Synchronstimme ist einfach nicht so erschreckend oder mitreißend, wie es einst bei Ledger der Fall war. Tom Hardy als Bane ist ein muskulöses und skrupelloses Tier, das vielleicht intelligent agieren mag, aber dennoch nichts weiter ist, als der nächste Verrückte. Daraus resultiert ein geringfügig weniger atmosphärischer Film, als The Dark Knight” es war.

Auch bei Anne Hathaway als Selina Kyle (Catwoman) kam nach diversen, eher enttäuschenden Bildern im Web, die Frage auf, ob sie jemals auch nur annähernd die Brillanz einer Michelle Pfeiffer auf die Leinwand zaubern könne. Hier kann ich Entwarnung geben! Sie ist eine wunderbar andere Catwoman, die aber immer noch absolut hinterlistig ist und mit ihrer Art hervorragend in die düstere Welt von Batman passt.

Christian Bale wurde weitaus mehr Screentime spendiert, als noch im Vorgänger, der locker als die Joker-Show hätte durchgehen können. In The Dark Knight Rises” stellt Bale dadurch unter Beweis, dass er zu den Großen Hollywoods gehört und überzeugte mich mehr, als in The Dark Knight”.

Michael Caine als treuer Butler Alfred ist es, der für einen entscheidenden Tränen-Moment sorgt, bei dem sogar ich weich wurde. Auch wenn er die immer gleichen, mehr oder minder ermunternden Worte für Bruce Wayne parat hat, ist er ein ganz großer Bestandteil dieser Geschichte, bzw. Trilogie.

Joseph Gordon-Levitt als Officer Blake ist ebenfalls neu im Bunde und spielt gewohnt gut. Gary Oldman und Morgan Freeman müssen zwar etwas zurückstecken, liefern aber genau die Arbeit ab, die man von ihnen erwartet.

Vertraut neu

Für ausgefallene Gadgets ist Batman seit jeher bekannt. Nun darf er mit The Bat” durch Gotham fliegen und dank großartiger Effekte für offene Münder sorgen. Mit dem Flugobjekt ist es allerdings wie mit dem Tumbler. Anfangs ist es gewöhnungsbedürftig. Genauso gewöhnungsbedürftig ist die Kameraführung, die vor allem bei den zahlreichen Schlägereien schnell zur Unübersichtlichkeit neigt. Beim ersten Kampf zwischen Batman und Bane sorgen die schnellen Schnitte für Kopfschmerzen und Verzweiflung. Fliegende Fäuste überall, nur welche gehört zu wem?

Hans Zimmer hingegen sorgt mit seinem Soundtrack für die gewohnte Batman-Atmosphäre, die vielleicht sogar etwas zu gewohnt erscheint. Das Bane-Theme” ist deutlich weniger einprägsam, als das vom Joker, sorgt aber dennoch für ausreichend Gänsehaut.

Fazit

The Dark Knight Rises” ist ein mehr als würdiger Abschluss für die Nolan-Trilogie, erreicht aber leider nicht die Brillanz seines Vorgängers.

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