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The Gambler Filmkritik

Über Spielsucht und Charakterschwäche. Über Leben und Leben lassen. The Gambler“ ist ein Film, der über eine kaum vertretbare Spielzeit versucht, uns das Scheitern eines spielsüchtigen Mark Wahlberg mit mehr oder weniger eindrucksvollen Bildern zu vermitteln. Und obgleich der gute Mark in einer mal etwas anderen Rolle zu überzeugen weiß, kann der Film an sich da nicht mithalten.

Alles auf Schwarz

Jim Bennett (Mark Wahlberg) spielt und spielt und spielt. Wenn es um illegales Glücksspiel geht, setzt er viel und mehr und letztendlich alles. Alsbald schuldet er seiner Mutter und zwei Schurken, die ihm ans Leder wollen, jede Menge Geld. Doch was macht Jim, wenn er wieder einmal Geld einsackt um Schulden zu begleichen? Richtig, er verzockt es. The Gambler“ zeigt uns das Schicksal eines Mannes, der nicht aus seiner Haut kann. Er zerstört sein Leben nicht mit Drogen oder Alkohol, sondern mit der Sucht nach dem Nervenkitzel am Spieltisch. All das weiß Mark Wahlberg gut zu vermitteln, obgleich seine Abgebrühtheit im Film leicht ungreifbar und unglaublich wirkt.

Rot

Von Minute zu Minute wird Jim immer ein Stück mehr Boden unter den Füßen weggerissen. Doch irgendwie weiß er sich immer wieder aus brenzligen Situationen zu retten, obgleich diese niemals wirklich ausweglos erscheinen. Und da hätten wir den ersten Haken des Films. Denn Mitleid kommt bei seiner steinernen Visage und den daraus resultierenden Situationen kaum bis gar nicht auf. Dazu setzt es hier und da einen Hieb, aber nie scheint es so, als würde man ihm das Licht wirklich noch ausblasen. Die Dramatik bleibt obgleich der Thematik leider auf der Strecke. Vielmehr setzte man auf einige schwache Lacher und eine beiläufige Liebesgeschichte, die in ihrer Flachheit Ostfriesland in nichts nachsteht.

Laufzeitdesaster

Die 106 Minuten Spielzeit wirken wie mindestens 140. Dies resultiert kurz und ergreifend aus der kaum ausgebauten Dramatik und den unscheinbaren Charakteren. Und so quält man sich durch die Minuten, wenngleich man dennoch den steten Wunsch verspürt, mehr darin zu erleben. Ob Drehbuch, Darsteller oder Regisseur - irgendwo oder überall ist hier der Wurm drin. Und das ist wirklich schade, da spürbar mehr drin gewesen wäre.

Ein Drama ohne Drama. Eine Komödie ohne Lacher. Ein kurzer Film, gefühlt zu lang. The Gambler“ macht einiges falsch, hätte aber doch vieles richtig machen können. Doch so ist und bleibt es ein Durchschnittswerk über Spielsucht und seine (zumindest hier) laschen Folgen.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

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