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The Nice Guys Filmkritik

Vom Schläger zum Freund. Vom Weichei zum,… nun ja, Weichei. The Nice Guys” ist im Kern ein typischer Buddy-Movie mit ungleichem Pärchen”, das im Laufe der Zeit immer mehr zueinander findet. So gibt Russel Crowe einen herrlich skrupellosen Schlägertypen mit Riesenplauze während Ryan Gosling erstaunlich verletzlich wirken darf. Letzter ist als ziemlich erfolgloser Detektiv nämlich die Angsthasen-Schau schlechthin.

Der Film spielt in den 70s und lässt diese Zeit durch wunderschöne Kostüme, Requisiten, Autos und natürlich auch stilechte Musik wiederaufleben. Die Darsteller selbst leben und lieben dieses Jahrzehnt, so zumindest scheint es. Doch letztendlich ist es so, dass The Nice Guys” ohne das perfekt eingespielte Team Crowe und Gosling wohl nicht funktioniert hätte. Sie sind es, die den Film ausmachen, die ihm Leben einhauchen und die das lediglich akzeptable Drehbuch retten. Es sind Szenen wie die, in der Gosling von Crowe der Arm gebrochen wird - man kennt das ja aus dem Trailer. Zu diesem Zeitpunkt spielen sie noch gegeneinander, doch bald schon ist einer auf den anderen angewiesen. Jedenfalls gefällt Goslings verzweifelt mädchenhafter Schrei, wenn sein Knochen nachgibt. Von wegen Mitgefühl, hier siegt der Lachmuskel!

Es gibt zahlreiche Szenen dieser Art, teilweise direkt aneinander geheftet. So obsiegt manchmal ein länger anhaltendender Lachflash, während danach wieder die Durststrecke abgeschritten wird. Nicht jeder Gag sitzt, nicht jede Handlung ist unbedingt nachvollziehbar, doch die eine oder andere Idee des Autors und Regisseurs machen nun einmal vieles wieder wett.

The Nice Guys” ist ein Buddy-Movie, soviel steht fest. Er funktioniert nicht wie die guten alten Spencer/Hill-Filme, er ist nicht zu jeder Zeit urkomisch, und dramatisch oder gar spannend ist er auch nur äußerst selten. Es ist einer dieser Filme, die man wirklich sehr gern haben kann, ganz egal welche Schnitzer sie sich erlauben. Hier hauen Crowe und Gosling eben gewaltig rein - eines jeden Charakters Eigenarten gefallen beinahe zu jeder Zeit. Und so kann ich den Film durchaus empfehlen, obgleich er sich nicht ganz in mein Herz vorarbeiten konnte.

Werde ich mir den Film nochmal ansehen? Tendenz geht zu ja.

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