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The November Man Filmkritik

Pierce Brosnan is back - so verlautet es überall - und soll auf seine Zeit als Bond-Darsteller anspielen. Und in der Tat, als geheimer Spion-Killer macht er eine - für sein Alter - gute Figur, ist allerdings nur selten mit dem Gentleman-Agenten zu vergleichen.

The November Man“ ist ein Pottpüree aus Verschwörungen und fühlt sich dementsprechend an. Hin und wieder vorhersehbar - allen voran das Ende - oftmals aber auch einfach nur verwirrend oder nicht selbsterklärend genug. Und damit wären wir schon beim Hauptproblem des Films angelangt: Vieles wird nur oberflächlich behandelt und abgefertigt. Damit bleiben nach dem Abspann unzählige Fragen offen, obgleich die Geschichte selbst nicht wirklich fordernd ist. Eine Story-Verschwörung.

Der Trailer suggeriert einen knallharten Actioner - so soll es auch sein. Denn was zieht bei Trailern? Genau, die besten Szenen des Films. Und so ist es auch hier. Hat man den Trailer gesehen, kennt man (im Ansatz) alle Actionszenen, die im Film durch spürbar lange Storybrocken erschlagen werden. Brosnan macht allerdings so einiges wieder wett. Mir persönlich gefiel er in seiner Rolle als relativ skrupelloser Ex-Agent. Und auch sein einstiger Schüler, gespielt von Luke Bracey, wusste trotz seines wenig durchdachten Charakters mit meinem Anspruch zu sympathisieren.

Ein wenig Geballer hier, knallharte Schläge da und vor allem viele blutige Treffer. The November Man“ ist kein zimperlicher Film, aber ebenso wenig ein blutgetränkter Slasher. Er ist ein Actionthriller der härteren Sorte, der mit einem besseren Drehbuch noch so viel besser hätte werden können. DENN: Potential war zu jeder Sekunde da. Nur wurde dieses zu selten genutzt.

Zusammenfassend ist The November Man“ nicht die erhoffte Wiederkehr des 007-Darstellers, sondern vielmehr ein zureichend spannender Spionage-Thriller, der sich gegen das Drehbuch, den Regisseur und zuletzt auch sich selbst verschworen hat. Ein klassischer Kann-man-sich-durchaus-ansehen-muss-man-aber-nicht-Film“.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Nein.

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