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The Raid 2 Filmkritik

Rama (Iko Uwais) kämpfte sich in The Raid in bester Bruce-Lee-Manier Stockwerk für Stockwerk nach oben, dezimierte nach und nach die Gegnerzahl und musste dabei auch gehörig einstecken. The Raid war für mich DER Actionkracher 2011. Ein Actionfeuerwerk mit wenig Sinn und noch weniger Verstand, aber eine wahre Actionexplosion, die bis heute ihresgleichen suchte. Regisseur Gareth Evans schuf mit The Raid 2 die Fortsetzung, die direkt an das Ende des ersten Teils anknüpft.

Rama ist ab sofort undercover unterwegs, infiltriert den Knast und eine böswillige Gruppierung. Dabei kämpft er sich immer wieder von einer brenzligen Situation zur nächsten, muss sich allerdings auch einer deutlichen dichteren Story fügen, die zumeist dichter wirkt, als sie in Wahrheit ist. Und damit wären wir beim einzig gravierenden Problem des 2. Teils angekommen: Um die unübertreffliche Ausgangslage des einzunehmenden Hochhauses im ersten Teil doch noch überbieten zu können, versuchte man sich an einer Hintergrundgeschichte, die so gewöhnlich wie aufgesetzt wirkt. In Wahrheit leitet diese von einer Kampfszene zur nächsten, wenngleich die wilden Choreographien im Vergleich zum ersten Teil gefühlt seltener auftreten, vermutlich aber auch der langen Laufzeit von 150 Minuten geschuldet. Wenn es dann allerdings kracht, kann man seine Augen nicht abwenden, auch wenn man es hin und wieder möchte. Zimperlich war gestern! Wo Rama zuschlägt, wächst kein neues Gewebe mehr. Vor allem aber die zahlreichen Schurken, davon einige Superschurken mit ganz speziellen Waffen, wirbeln, dass das Blut nur so spritzt. Der Realismus steht in solchen Szenen zumeist hinten an, beispielsweise immer dann, wenn jemand mehrmals mit der Machete geschnitten wird, aber nach dem 20. Treffer immer noch steht und kämpft. Ironisch daran ist der Umstand, dass bei den Kampfszenen allgemein viel Wert auf Realismus gelegt wurde. So gibt es - offensichtlich - keine Drahseilaction und gerne auch einmal den einen oder anderen nicht ganz so perfekt sitzenden Schlag.

The Raid 2 wusste mich nicht immer zu fesseln. Teil 1 war wahrlich einzigartig. Teil 2 setzt keinen drauf und bietet weder das bessere Setting, noch eine aufregendere Story Vielmehr konzentriert sich das Sequel darauf, die guten Tugenden des Erstlings zu wahren. Das ist gelungen, vor allem dann, wenn Rama zum mehr als nur sehenswerten Endkampf gegen einen wahrlich ebenbürtigen Gegner antritt (mein persönliches Highlight des Films).

Als reiner Actioner wäre The Raid 2 mit etwa 1 Stunde weniger Laufzeit richtig großartig. So aber erlebt man als Adrenalinjunkie ein teils zu langes Mafiaintermezzo mit wahrlich großartigen und vor allem auch erschreckend brutalen Kampfszenen.

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