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The Raid: Redemption Filmkritik

In The Raid: Redemption” macht sich ein SWAT-Team auf, ein von Gangstern besetztes Hochhaus zu räumen. Und ob ihr es jetzt glauben mögt oder nicht, die Story ist damit erzählt. Dass der Hauptdarsteller zusammen mit seiner Frau ein Kind bekommt oder eine klitzekleine Verschwörung im Hintergrund läuft, ist vielmehr Mittel zum Zweck, um ein atemberaubendes Actionfeuerwerk loszulassen.

The Raid” schert sich einen Dreck um Logik oder ein vernünftiges Ende. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Adrenalin fördernden Kämpfen und Actionszenen, bei denen die Darsteller keineswegs zimperlich sind und ausreichend Blut spritzt und Knochen brechen. Der Kampfstil überrascht mit nie zuvor gesehenen Schlagkombinationen, die Choreographie ist großartig und die Kamera hält einfach nur drauf. Da Kullern selbst beim heftigsten Muskelprotz die Freudentränen. Unterstützt wird die nur selten unterbrochene Schlacht von einem teils treibenden Soundtrack mit Technobeats und atmosphärischen Maschinen-Sounds, die für die nötige Gänsehaut sorgen.

Hauptdarsteller Iko Uwais ist eine wahre Kampfsau und wird uns wohl demnächst noch öfter beglücken. Doch wie das bei Hauptdarstellern eben so ist, gehen zumeist nur die Bösewichte kaputt. Man hat sich zwar erlaubt, ihn kurz einmal torkeln zu lassen, was aber letztendlich - Überraschung! - zu noch heftigeren Angriffen seinerseits führt. Es ist nicht wirklich störend, dass er, sowie eine Handvoll anderer Darsteller, scheinbar unverwundbar sind. Der Umstand führt aber zwangsläufig dazu, die gewollt realistischen Kämpfe zu hinterfragen. Zahlreiche Schurken landen mit dem Rücken auf Einrichtungsgegenständen und knallen mit ihrem Kopf gegen die Wand, woraufhin es für sie heißt: K.o. in der 1. Runde. Iko Uwais darf das selbe über mehrere Runden einstecken, marschiert daraufhin aber locker-flockig durch die Gegend. Dieses bekannte Action-Phänomen darf erwähnt werden, wertet den Film aber nicht ab, sondern sorgt einfach für unzählige, fantastisch inszenierte Kämpfe, die die flachen Charaktere, sowie die notwendige Geschichte mühelos tragen.

Fazit

The Raid” ist hart, gnadenlos und sinnlos. Also genau das Richtige um den verkümmerten Adrenalinspiegel der metrosexualisierten Männerwelt ohne Umwege über Standardniveau zu pushen!

The Raid auf Blu-ray | The Raid auf DVD

P. S. Über ein US-Remake wird bereits nachgedacht. Gareth Evans wird dort nur noch als Executive Producer tätig sein. Für das Drehbuch soll (der relativ unbekannte) Brad Ingelsby verantwortlich sein. Der Kinostart ist angeblich 2014 und das US-Rating PG-13, was im Endeffekt heißt, dass die Actionschraube irgendwo zwischen Teletubbies und Avatar festgezogen wird.

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