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The Return Of The First Avenger Filmkritik

Captain America, der strahlende Held und erste Avenger ist zurück. Nachdem er in der Vergangenheit gegen Hydra kämpfe und zuletzt in New York die Avengers anführte, bestreitet er nun sein zweites Solo-Abenteuer. Darin versucht der sogenannte Winter Soldier mit viel Kraft, jeder Menge Waffen und vor allem extrem schlechter Laune Nick Fury zu töten. Unser guter Cap tritt allerdings nicht nur dem Winter Soldier gegenüber, sondern auch seiner Vergangenheit und einer Verschwörung.

Als Einstieg wird uns eine kleine Laufrunde präsentiert. Der Cap (Chris Evans) zischt in einem Affenzahn mehrmals am Muskelpaket Sam Wilson (Anthony Mackie) vorbei. Schon hier wird klar, dass die daraus entstehende Beziehung für den Ausgang des Films entscheidend ist. Kurz darauf gibt es die erste Action auf einem Schiff zu bestaunen. Captain America säubert“ dieses mit extrem coolen Moves und dem zielstrebigen Einsatz seines Schildes. Fortan soll die Action im Film astrein und nicht gerade zimperlich sein, wenn auch - zum Teil - verwackelt. Vor allem die Nahaufnahmen bei Handgreiflichkeiten gehen im Schnitt- und Wackel-Wirrwarr unter. Hier eine Faust, dort ein Bein und mittendrin der Schild. Aber, wie gesagt, sieht man zumindest im Ansatz, dass sich das Kampftraining für Chris Evans und später auch Scarlett Johansson bezahlt gemacht hat.

Im weiteren Verlauf tritt der Winter Soldier auf den Plan und sorgt mitsamt einigen Storysprüngen für mehrere Fragezeichen. Wer ist der Typ, was will er und was geht eigentlich sonst so vor im Film? Zumindest wer der Winter Soldier ist, wird noch vor der Auflösung klar. Die Geschichte selbst allerdings ist in sich nicht immer ganz stimmig und setzt gerne auf die Macht der Verwirrung. Zudem ist die Kenntnis des ersten Captain America“-Films beinahe Pflichtprogramm um hier alle Zusammenhänge zu verstehen.

Die Darsteller werden im Film nicht wirklich überfordert. Spürbar ist das beispielsweise an der Figur Natasha Romanoff, zurückhaltend gespielt von Scarlett Johansson. Sehr enttäuscht war ich vom schwachen (oder unterforderten) Robert Redford, der entweder nicht so recht konnte oder durfte. Den einzigen Lichtblick im Film stellte für mich Chris Evans dar, der selbst mit gezwungen grimmigen Blick jederzeit sympathisch rüber kommt. Und wo wir schon bei grimmig sind, der Winter Soldier lehrt uns mit Maske das Fürchten, wirkt ohne aber harmlos wie ein depressiver Stubentiger. Natürlich möchte man so seine Wandlung mitsamt Gewissenbissen vermitteln, aber wirklich funktioniert hat genau das für mich nicht hunderprozentig.

Nun hätten wir also richtig tolle Action mit - wie sollte es anders sein - großartigen CGI-Effekten und eine Story, die leider so durchschaubar ist wie Samuel L. Jacksons Haupthaar. Dafür gibt es aber sehr viel zu bestaunen, sowie auch einiges zu lachen. Und wie es sich für einen guten Marvel-Film gehört, hat nicht nur der mittlerweile 91 Jahre alte Stan Lee wieder einen kleinen aber feinen Cameo-Auftritt, sondern folgen während und nach dem Abspann jeweils eine Extra-Szene. Bedeutend ist hierbei allerdings nur die erste, die auf ein extrem cooles Schwarz-Weiß-Outro folgt, bei dem mir zum ersten Mal die 3D-Effekte so richtig bewusst wurden.

Fazit

The Return Of The First Avenger“ ist großartige Action, gepaart mit zweckmäßig aufspielenden Darstellern, verpackt in einer leicht verwirrenden, aber auch durchschaubaren Geschichte. Kurz und knapp: Action über alles!

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