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Upside Down Filmkritik

Gerne erinnere ich mich an den Trailer zum Film zurück, der mir kurzweg den Atem nahm. Beeindruckende Bilder, eine ansprechende Geschichte - was kann da schon schief gehen? So mein Gedanke vor ein paar Monaten. Der Film allerdings belehrte mich eines besseren. Denn was wirklich stark anfängt, endet in gehetzter Sinnlosigkeit.

Upside Down“ erzählt die Geschichte von Adam (Jim Sturgess) und Eden (Kirsten Dunst), zwei Menschen, die sich lieben. Ihr einziges Hindernis: Die Gravitation. Sie leben auf zwei nah beieinander liegenden Welten mit jeweils eigener Gravitation. Und während die untere Welt“ mit Adam in Armut versinkt, kann sich die obere Welt“, in der Eden lebt, vor Reichtum und Schönheit nicht mehr retten. Durch den riesigen TransWorld-Tower verbunden, arbeiten beide Schichten miteinander, auf der mittelsten Ebene sozusagen drunter und drüber. Und mittendrin: Adam, der mit einem Mittelchen versucht, im Dienste der Liebe die Welt auf den Kopf zu stellen.

So seltsam sich meine kleine Beschreibung auch lesen mag, letztendlich ergibt sie soviel Sinn, wie der Film an sich. Etwa 3/4 des Films laufen sowohl gemächlich, als auch interessant und wunderschön. In dieser Zeit erlebt man eine Geschichte und vor allem Bilder, die so noch nicht da waren. Es ist eben Sci-Fi in Reinform. Regisseur Juan Solanas schuf trotz des enttäuschenden letzten Viertels einen beeindruckenden Film, dem es lediglich an einer vernünftigen Zeiteinteilung fehlt. Denn wo man sich zu Beginn noch zuviel Zeit ließ, versuchte man in den letzten 20 Minuten mehr Inhalt in den Film zu pressen, als ihm letztendlich gut tat. Und so zieht die Gravitation unserer Erde den eigenen Kopf am Ende langsam aber sicher gen Boden. Man ist enttäuscht.

Jim Sturgess und Kirsten Dunst machen nicht viel falsch. Können sie auch nicht, denn ihnen, vor allem ihr, wurde hauptsächlich aufgetragen viel zu lächeln. Und so interessiert es im Verlauf der Geschichte auch kaum, was sie reden. Die fantastischen Bilder sprechen sozusagen für sich. Die Macher spielen förmlich mit der Gravitation und den damit einhergehenden Effekten, die im auf dem Kopf stehenden Cocktail ihren Höhepunkt erreichen. Doch irgendwann wird auch der glänzendste Lack schmutzig, spätestens dann, wenn der eh schon strapazierte Sinn das Handtuch wirft. Ab hier gibt es auch keine Erklärungen mehr, sondern nur noch Nonsens, präsentiert auf dem Silbertablett.

Fazit

Upside Down“ ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits eine wundervolle Idee, optisch imposant umgesetzt, andererseits aber zu oberflächlich und nicht gut genug durchdacht.

Upside Down“ gibt es ab dem 16. Januar 2014 auf Blu-ray (und DVD)!

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