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Velvet — Band 1: Before the Living End Review

Ed Brubaker macht das Spionsein wieder salonfähig. Velvet Templeton, heute Sekretärin, gerät in ein Durcheinander aus Mord und Intrigen und muss alsbald auf ihre Fähigkeiten zurückgreifen, die sie erlernte und ausübte, noch bevor sie hinter dem Schreibtisch Platz nahm. Nach dem Mord an einem ihrer Kollegen, hat man es auch auf sie abgesehen, und dabei geht es noch um deutlich mehr.

Velvet“ erfindet das Rad nicht neu, dreht es aber auch gerne einmal in eine andere Richtung. Und so macht es unheimlich Spaß, der Verschwörung und vor allem der etwas älteren Spionin auf ihrem sowohl actionreichen als auch dramatischen Trip zu folgen. Velvet“ ist dabei kein Bond, sondern mehr ein weiblicher Ethan Hunt, wenn man sich auf den ersten Mission: Impossible bezieht. Deutlich mehr gespickt mit geschickten Wendungen und einer äußerst charismatischen Hauptfigur.

Die Geschichte ist ausnehmend spannend geschrieben und die immer wieder eingestreuten Rückblicke ergeben nach und nach ein interessantes Gesamtbild unserer Titelheldin mit der grauen Strähne. Doch so alt Velvet“ auch sein mag, ihren Widersachern scheint sie mit Mut, Kraft und Intelligenz stets einen Schritt voraus zu sein. Und das, obwohl sie quasi ständig mit Kippe im Mund zu sehen ist, was heutzutage ja auch nicht mehr allzu oft in Comic oder Film vorkommt.

Der Comic selbst hat einen leichten Noir-Touch, der es mir unheimlich angetan hat. Damals schien irgendwie alles noch undurchschaubarer und rätselhafter, da irgendwie auch nicht gar so hochtechnisiert und -komplex wie heute. Dazu die interessanten Figuren mitsamt Kleidung und Frisuren aus einer ganz anderen Zeit. Gott, wie gerne wäre ich jetzt dort.

Velvet“ ist ein unvergleichliches und doch vertrautes Erlebnis für Fans der guten alten Spionage-Schule. Ed Brubaker hat ein unglaubliches Händchen für charismatische Figuren, die einem selbst dann ans Herz wachsen, wenn sie sich vehement dagegen wehren. Ich bin jetzt schon großer Fan der Serie und werde auch zu den nächsten Bänden greifen, schon alleine, weil mir der gelungene Cliffhanger am Ende zwar nicht die Sprache verschlug, aber es immerhin vermochte, ein leichtes Gefühlschaos zu verursachen. Und ein Band, der so etwas schafft, verdient es erwähnt und vor allem auch empfohlen zu werden.

Würde ich den Comic nochmal lesen? Ja.

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