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Wolverine: Weg des Kriegers Filmkritik

Und plötzlich alle so:

Der Abspann, nix wie raus hier!

Ha! Ich habe ihn gesehen, diesen kleinen Filmschnipsel am Ende nach dem Ende, der auf X-Men: Days of Future Past” hinarbeitet. Und er ist grandios! Doch wie sieht es mit The Wolverine” (Originaltitel) aus? Nun ja, Logans Ausflug nach Fernost hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Als alter Comichase kannte ich bereits diverse Erzählungen über seine Reis-e. Das einzige, was wirklich nervte, waren nicht etwa - selbst für eine Comicverfilmung - unglaubwürdige Szenen, sondern unzählige Zwischenausflüge, hin zu Jean Grey. So toll Famke Janssen auch sein mag, hier ist sie schlichtweg fehl am Platz. Diese kurzen Szenen sind nicht nur belanglos, sondern stören den Erzählfluss ungemein.

Doch vorerst genug genörgelt, denn abseits davon ist The Wolverine” der beste Wolverine-Film, was bei einer Anzahl von insgesamt zwei Wolverine-Filmen nicht schwer fällt. Das soll allerdings nicht abwertend klingen, sondern dafür stehen, dass man es nach dem mittelmäßigen Origins-Film endlich geschafft hat, Wolverines Seele wie einst in X-Men” wieder treffend auf die Leinwand zu bannen. Der Kampf mit seinen inneren Dämonen wirkt soweit überzeugend, wie es das Drehbuch zulässt. Denn zwischen all den Gewissensbissen findet sich viel Storytelling, sowie einige sehenswerte Actionszenen, die auf Blu-ray und DVD bekanntermaßen noch härter ausfallen werden. Die Kinofassung ist demnach etwas blutleer, aber alles andere als harmlos oder gar unpassend. Natürlich ist Wolverine das Schlachtvieh unter den X-Men, ich persönlich störe mich aber gar nicht daran, wenn mal nicht ständig irgendwelche Gliedmaße durch die Gegend fliegen. Dass er ein wildes Tier ist, wird nämlich auch so schnell klar. Mission geglückt, dankeschön.

Hugh Jackman darf meiner Meinung nach gerne noch so lange Wolverine bleiben, wie es sein Gesicht und der Rest des Körpers zulassen. Man muss schließlich sagen, dass Tränensäcke und Muskelvolumen gleichermaßen zugenommen haben, aber eben in einem noch vertretbaren Ausmaß. (Zwischenruf: Was freue ich mich auf Days of Future Past” 2014, wenn er wieder den Hauptpart übernehmen darf!) Und wenn wir schon bei Mister Jackman sind, in The Wolverine” darf er neben sprachlichen Totalaussetzern einige markige Sprüche klopfen und dabei sogar etwas tiefer in die Harte-Worte-Kiste greifen. Und wisst ihr was? Das ist geil!

Apropos geil: Wolverine wird sterblich? Gute Idee, wenngleich sie natürlich nicht für einen überraschenden Ausgang der Geschichte sorgt. Doch dieser Umstand sorgt für einige neue Gesichtspunkte und offenbart uns so ein kleines bisschen mehr vom wahren Logan. Allerdings wieder nur in einem Umfang, der für einen Unterhaltungsfilm vertretbar ist. Denn so viel Mühe man sich auch gegeben hat, die ausschweifende Geschichte mit diversen Längen ist lediglich der Aufhänger für einen Popcorn-Actioner, der Popcorn und Action zuweilen vermissen lässt. Die wenigen, gelungenen Actionszenen reichen einfach nicht aus und Logans Entwicklung ist irgendwie immer dieselbe.

Fazit

Ich mache es kurz mit zwei zutreffenden Worten: Gelungenes Vertrautes.

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