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Wonder Woman #1 — Blut Review

… und dabei wollte ich eine dermaßen interessante Einleitung schreiben. Eine Einleitung, bei der man unausweichlich Lust auf mehr bekommt. Doch stattdessen sitze ich jetzt hier und mir fällt partout nichts ein! … oh, schon geschafft. :)

Woran lag es eigentlich, dass mir für Wonder Woman #1” keine Einleitung eingefallen ist? Zumindest nicht am Band selbst, da dieser richtig gut ist. Vielleicht liegt es aber auch genau daran, weil er so gut ist. Ich weiß es nicht. Und irgendwie stehe ich bei Wonder Woman mehr auf dem Schlauch als bei so manch anderem Superhelden. Woran könnte das nur liegen? Liegt es daran, dass Autor Brian Azzarello mein Welt- und Götterbild durcheinander brachte, da er Wonder Woman eine neue Entstehungsgeschichte verpasste? Liegt es an Cliff Chiangs unvergleichlich genialen Zeichnungen? Ich weiß es nicht! Eines weiß ich aber ziemlich sicher: Der Band ist (fast) großartig!

Wonder Woman stand noch nie auf meiner Like-Liste. Ich fand sie beinahe so doof wie Captain America. Und bei beiden wurde ich eines besseren belehrt. Beim Cap durch den sehr guten Film (ja, ich fand ihn gut!) und bei Wonder Woman durch den genialen Zeichentrick. Doch kaum hat man sich in einen Helden verliebt, schon nimmt man diesen und tunkt ihn in ein Fass voll Kreativität. Brian Azzarello ist ein Meister seines Fachs, soviel steht fest. Und dass er Wonder Woman upgraden musste, lag nicht unbedingt nur an den New 52”, mit denen zahlreiche DC-Serien bei Status Quo neu starteten. Ich denke, dass Azzarello einfach Lust dazu hatte, der Dame einen noch weitaus interessanteren Einstieg in die Welt der Sterblichen zu bescheren. Klar, das lebendig gewordene Mädchen aus Sand war bereits interessant, aber bei weitem nicht so, wie diese Frau, die wir jetzt vor uns sehen. Wonder Woman taucht in eine düstere Welt der Intrigen ein. Und ganz im Stile von Superman: Erde Eins, findet auch sie sich urplötzlich auf einem Selbsterkenntnis-Trip mit ungewissen Ausgang wieder.

Und damit hätten wir bereits Nagel auf den Kopf getroffen. All die vorkommenden Götter und Geschehnisse in diesem Band sind nichts im Vergleich zu Dianas neu gesponnener Geschichte. Und hätte am Ende nicht Tony Akins die zwei letzten Geschichten gezeichnet, wären auch diese weitaus interessanter, bzw. schöner anzusehen.

Fazit

Die Amazone ist lesens- und sehenswerter denn je. Jetzt zugreifen und beten, dass Cliff Chiangs auch in Zukunft weiterzeichnen darf.

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